Heinrich Gotthelf Schaufuss

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Bacchus und Ariadne am Meeresufer, Kopie von H. G. Schaufuß nach G. A. Pellegrini.
König Anton I. von Sachsen, Meissen 1814-15, Porträt-Tasse von H. G. Schaufuss.

Heinrich Gotthelf Schaufuss (* 21. Oktober 1760 in Chemnitz; † 19. Mai 1838 in Meißen) war ein Figurenmaler, Porzellankünstler, Zeichenlehrer und Manufakturist an der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen. Zudem war er ein Kunst- und Portraitmaler. Er trug den Titel „Sächsischer Hofmaler“.

Leben und Werk

H. G. Schaufuss wurde 1760 in Chemnitz als Sohn von Christian Wilhelm Schaufuss, Gold- und Silberarbeiter, und dessen Ehefrau Juliana Sophia geboren. Sein Talent zur Malerei wird bereits im Kindesalter erkannt und gefördert. Er studierte an der Kunstakademie Dresden die Malerei und ist dort ein Schüler Schenaus. Im Jahre 1781 kommt H. G. Schaufuss nach Meißen und tritt in die Dienste der Porzellanmanufaktur als Figurenmaler ein. Etwas später wird er dort zum Vorsteher der Malerei ernannt. Immer wieder tritt Schaufuss mit seinen Arbeiten als schöpferischer Künstler in Erscheinung, welche nicht unbeachtet bleiben. Beispielsweise erhält er im Oktober 1807 ein Sonderhonorar von 25 Taler "für zwey allegorische Gemählte in Pastell"[1]

Gleichzeitig hatte er schon einige Werke seines Schaffens im „Dresdner Salon“ ausgestellt. Darunter befinden sich Ölgemälde, Portraits, einige Lithografien und Kupferstiche.

In Meißen wird er bald als Zeichenlehrer an die Zeichenschule der Manufaktur berufen. Dort lehrt er gemeinsam mit Ludwig Richter und wird dort von 1828 bis 1835 erster Zeichenmeister. Ludwig Richter war damals neben Karl Samuel Scheinert der dritte Zeichenmeister. Zwischen Richter und Schaufuss entwickelte sich eine freundschaftliche Verbindung und Ludwig Richter berichtet später oft in seinen „Lebenserinnerungen“ von Schaufuss.

Mit der Schließung der Außenstelle der Dresdner Kunstakademie (Zeichenschule) wird er in den Ruhestand versetzt. Er arbeitet jedoch noch sporadisch an der Manufaktur. Heinrich Gotthelf Schaufuss verstirbt am 19. Mai 1838 in Meißen.[2][3]

Ehrungen

  • Seine ausgezeichneten Leistungen wurden 1828 vom Sächsischen König mit dem Titel „Sächsischer Hofmaler“ gewürdigt.
  • Große goldene Verdienstmedaille der Meißner Porzellanmanufaktur.

Werke (Auswahl)

  • Diana, nach van Dyck um 1781.
  • Angelica Kaufmann (Miniatur-Portrait), um 1784.
  • Im Jahre 1785 schuf er einige Porzellanmalereien.
  • Romeo und Julie, 1798.
  • Polyxenia am Grabe des Achilles, 1798.
  • Orest und Pylades, 1798.
  • Eremit, nach Douw, 1812.

Literatur

  • Meusel: Miscellaneen artistischen Inhalts, 12 Heft 1782.
  • Etat der Königlichen Manufaktur 1812.
  • Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888.
  • Müller: Die Künstler aller Zeiten und Völker, Band 3, 1860.
  • Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975.

Einzelnachweise

  1. Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975, S. 175.
  2. Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 80 und 81.
  3. Müller: Die Künstler aller Zeiten und Völker, Band 3, 1860, S. 435.