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Heinrich Crola um 1887.
Tordurchgang in der Ruine des Heilig-Kreuz-Klosters bei Meißen von H. Crola um 1828.
Eichenstudie von Heinrich Crola.

Heinrich Crola, eigentlich Georg Heinrich Crola (Croll) (* 6. Juli 1804 in Dresden; † 6. Mai 1879 in Ilsenburg), war ein Landschaftsmaler und Zeichner. Der Künstler war mit der Kunstmalerin Elisabeth Concordia Crola (geb. Fränkel) verheiratet.

Leben und Werk

Georg Heinrich Crola war der Sohn des Großkaufmannes Croll in Dresden-Neustadt. Er verlor bereits im Alter von vier Jahren seine Eltern und wuchs daher bei den Großeltern mütterlicherseits in Meißen auf. Sein Großvater war der Landschafts- und Schlachtenmaler Johannes Karl Mauksch (1754-1821) an der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen. Bereits als Kind hatte H. Crola ein Augenleiden und musste deshalb oft der Schule fernbleiben. In einer Privatschule bekam er später Unterricht, in Latein, Französisch aber auch Natur- und Völkerkunde. Auf den unternommenen Streifzügen durch das Elbtal, in der reizvollen Umgebung von Meißen, bekam er schon bald einen Blick für die Naturschönheiten.

Mit 17 Jahren hatte ihm der Großvater bei den Dresdner Malern Johann Christian Klengel und Johann David Schubert untergebracht, um dort die Malerei intensiver kennenzulernen. Die beiden Künstler gaben H. Crola dabei auch die Gelegenheit an der Dresdner Kunstakademie zu hospitieren. H. Crola wanderte damals mehrfach in der Woche an der Elbe entlang von Meißen nach Dresden und wieder zurück. Durch den Galerieinspektor bekam er zudem die Erlaubnis in der Dresdner Galerie zu Kopieren. Heinrich Crola möchte in dieser Zeit unbedingt ein „Schlachtenmaler“ werden und als der Großvater verstorben war, ging er als Freiwilliger zur preußischen Armee, welche ihm jedoch ablehnte. Um sich sein Brot zu verdienen zog er gitarrespielend wieder nach Meißen zurück, änderte jedoch seinen Namen in „Crola“ um somit dem sächsischen Militärdienst zu entgehen.

H. Crola war inzwischen in der Zeichenkunst schon recht talentiert, sodass er in Meißen bereits selbst Zeichenunterricht geben konnte. Gleichzeitig setzte er seine Studien weiter fort. Im Jahre 1825 siedelte er ganz nach Dresden über und unternimmt Reisen durch die Sächsische Schweiz. Die finanziellen Mittel zum Reisen verdient er sich durch das bemalen von Dosen für einen Dresdner Fabrikanten. Durch Zufall sieht der Herzog von Coburg-Gotha beim sächsischen Kronprinzen im Jahre 1828 einige Arbeiten Crolas. Umgehend bekam der junge Künstler nun den Auftrag einige Schlösser und Landschaften in der Umgebung von Gotha zu malen. Crola nimmt den Auftrag gern an, denn endlich konnte er nun die ersten Früchte seiner Künstlerarbeit ernten. Allerdings war das sorgenfreie Leben am Fürstenhof für den Künstler auf die Dauer keine Lösung. Er fühlte sich dort nicht wohl, denn er wollte Reisen.

In Ilsenburg (Harz)

Noch im Jahre 1828 begibt er sich auf Wanderschaft. Er genießt die Schönheiten der Harzlandschaft, lässt sich in Ilsenburg nieder und soll dort monatelang gezeichnet und gemalt haben. Danach bekommt er vom Grafen Henrich zu Stolberg-Wernigerode die Erlaubnis ein Atelier im Schloss Wernigerode einzurichten. Es entstehen dort Bilder vom Brocken und vom Christianental bei Wernigerode. Auf den Kunstausstellungen in Dresden und Hamburg erhält er Beifall und kann sogar einige Werke verkaufen. Es folgen erneut einige Aufträge des Herzogs von Coburg-Gotha, welche ihm in den Süden führen. So malt er nun auch im Salzkammergut, der Steiermark und in Tirol.

Um 1833 schuf er seine Landschaftsbilder Sturm am Chiemsee und die Eichenlandschaft. Zudem malte er einige Ansichten aus der Umgebung des Schlosses Greinburg an der Donau. Kurzzeitig ist er 1838 auch am Rhein und lernt dort die Düsseldorfer Malerschule kennen. Seine Wanderschaft führt den Künstler aber bald über den Teutoburger Wald wieder zurück nach Ilsenburg. In Ilsenburg lernt der Künstler seine spätere Frau kennen. Die Vermählung erfolgte im Herbst 1840. Die Eheleute bleiben in Ilsenburg und der Harz wurde ihre Heimat. H. Crola sollte 1841 auf Anregung von Alexander von Humboldt auf Staatskosten gegen Gehalt und Professur in Ilsenburg eine Schule für Landschaftsmalerei gründen. Heinrich Crola lehnt jedoch ab. Auch den Ruf nach Dresden, welcher danach an ihn erging, lehnte er ab. Von Ilsenburg aus unternimmt er noch zahlreiche Reisen nach Italien, in die Schweiz und nach Schweden. Um 1860 entwickelte sich beim Künstler eine zunehmende Sehschwäche, welche seine künstlerische Tätigkeit fortan hindert. Trotzdem setzt er seine Malereien weiter fort.

Er konnte trotz dem Augenleiden seine frische und humorvolle Kernnatur bis in das 74. Lebensjahr erhalten und nannte sich selbst scherzhaft „Der Alte vom Berge“. Der Tod seiner treuen Gattin und langjährigen Lebensgefährtin ist für den Künstler ein schwerer Schicksalsschlag.[1] Heinrich Crola verstarb am 6. Mai 1879 in Ilsenburg. Er fand seine letzte Ruhestätte neben seiner geliebten Frau auf dem Kreuzfriedhof in Ilsenburg. Die Grabstätte blieb erhalten.

Werke (Auswahl)

  • Waldgebirge in Steiermark, Ölgemälde um 1838.
  • Die Externsteine, Ölgemälde um 1838.
  • Nach 1838 entstehen noch weitere Waldlandschaften.
  • Gegend der Hermannsschlacht, Ölgemälde um 1840.
  • Aussicht vom Brocken über Wernigerode, Ölgemälde um 1842.
  • Der Teutoburger Wald, Ölgemälde um 1842.
  • Schloss Wernigerode, Ölgemälde um 1843.

Ehrungen

  • Vom Bayrischen König bekam er den Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst nach 1838 verliehen.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 9 bis 18.
  2. Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 17.