Hölzerne Wasserleitungen
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Hölzerne Wasserleitungen waren Bestandteil der sogenannten Röhrfahrten im Stadtgebiet, welche ab dem 15. Jahrhundert die Wasserversorgung der Stadt Meißen absicherten. Beispielsweise wurde der Heinrichsbrunnen auf dem Heinrichsplatz noch bis 1962 über eine Röhrfahrt mit Wasser versorgt.
Rohre aus Holz
Die hölzernen Wasserleitungs-Systeme bestanden aus aufgebohrten konisch verkeilten und Metallmuffen verbundenen Nadelholzstämmen. Die Bohrungen hatten dabei einen Durchmesser von etwa 2 Zoll.
Die Verbindung der einzelnen Stämme war dabei so dicht, dass die „Röhrfahrten“ auch für Druckwasserleitungen zum Einsatz kamen. Später hat man die hölzernen Wasserleitungen im Quellgebiet durch Tonrohre und in der Altstadt seit etwa 1874 durch Gusseisenrohre ersetzt. Zwischen den einzelnen Abschnitten der Röhrfahrten befinden sich gemauerte „Schächte“ (Schroten). Dort war ein freier Wasserzu- und -ablauf gewährleistet. Sie dienten vorwiegend als Sandfänge, Sammler- und Verteilerschächte sowie Kontrollschächte.
Die einzelnen Wasserleitungen (Röhrfahrten) liegen auch noch heute im Stadtgebiet 1,20 m bis 1,80 m tief. Auf dem Burgberg liegen die Leitungen 3,00 m bis 4,00 m tief. Eine moderne Wasserversorgung bekam die Stadt mit dem Bau der städtischen Wasserleitung (1890).[1][2]
Literatur
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten, Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, 1993.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha, 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.