Höhere Mädchenschule
Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.
Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!

Eine Höhere Mädchenschule gab es in der Stadt Meißen ab Ostern 1917. Die Schule war eine Einrichtung der Stadt und wurde daher auch als „Städtische Höhere Mädchenschule“ bezeichnet. Die Schule befand sich im Gebäude der 1878/79 errichteten „Höheren Bürgerschule“, der heutigen Neumarktschule am Neumarkt.[1]
Geschichte
Im Jahre 1935 wurde zu Ostern die „Höhere Mädchenschule“ in das Franziskaneum verlegt. Die Mädchen belegten im Franziskaneum alle Klassenräume der 1. Etage. Man führte dort nun die Bezeichnung „Franziskaneum, Realgymnasium mit Höherer Mädchenschule, Meißen“.
Da man in dieser Zeit noch streng auf die räumliche Trennung zwischen Mädchen und Jungen achtete, gab es sogar in den Pausen eine Trennung der Geschlechter auf dem Schulhof. Schülerinnen hatten sich auf der unteren Hofseite, die Schüler auf der höher gelegenen Hofseite aufzuhalten. Mit dem Wechsel der „Höheren Mädchenschule“ in das Franziskaneum, kamen auch erstmals Lehrerinnen in die Schule. Die Lehrerinnen unterrichteten allerdings nur in den Mädchenklassen. Im Jahre 1938 erfolgte zunächst der Umbau zur „Städtischen Oberschule für Mädchen“ und etwas später die Umgestaltung in eine „Oberschule für Mädchen, hauswirtschaftlicher Form“. Damit ergab sich für die Mädchen eine bessere Berufsaussicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1946 die Umbildung zur „Oberschule“ mit den Klassenstufen 9 bis 12.[2]
Besonderheiten
Jedes Jahr wurde ein besonderes Schulfest organisiert und dazu Ansichtskarten herausgegeben. Zum Schulfest 1921 gab es dann sogar eine Medaille, die man in der Porzellanmanufaktur Meißen aus Porzellan und Böttger-Steinzeug herstellen ließ. Die Medaillen wurden auch farblich dekoriert.
Literatur
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 172.
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 115 und 241.