Georg Graf von Metzsch-Reichenbach

Georg Graf von Metzsch-Reichenbach

Georg Graf von Metzsch-Reichenbach (1836-1927) war ein Politiker und später Domdechant und Dompropst in Meißen. Als Dompropst war er damit auch Vorsitzender des Meißner Domkapitels. Unter seiner Aufsicht wurde in den Jahren 1908 bis 1912 die Innenrestaurierung im Meißner Dom durchgeführt. Georg Graf von Metzsch-Reichenbach gilt als Schirmherr des Dombauvereins zu Meißen. Er hielt am 28. Oktober 1912 die Dankrede zur Domweihe.

Georg von Metzsch-Reichenbach wurde am 14. Juli 1836 in Friesen im sächsischen Vogtland geboren und besuchte später die Fürstenschule in Meißen. Nach dem Jurastudium in Leipzig trat er in eine höhere Beamtenlaufbahn ein. Im Jahre 1887 wurde er in das Königlich Sächsische Innenministerium berufen und wurde dort 1891 Minister des Innern. 1892 übernahm er auch das Außenministerium und 1901 bekommt Georg von Metzsch-Reichenbach die Leitung des Gesamtministeriums übertragen.

Im Jahre 1902 reichte er seinen Abschied ein, blieb allerdings in der Regierung. Er übernahm das Ministerium des Königlichen Hauses und bleibt dort bis zur Revolution im November 1918 im Amt. Die Stadt Dresden ernannte ihn 1905 zum Ehrenbürger. Er förderte die Kunstakademie in Dresden und den Sächsischen Kunstverein. Im Meißner Dom wurde an der 1912 neu bemalten Lettnerbühne sein Familienwappen angebracht.

Durch seine Ehefrau Félicie erhielt er 1916 die Erhebung in den erblichen Grafenstand. Er lebte mit seiner Gattin in einer Dresdner Villa. Georg Graf von Metzsch-Reichenbach verstarb am 7. September 1927 in Dresden.[1][2][3][4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 132 bis 141.
  2. ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 639, 640 und ab 676 (online).
  3. ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 106, 151, 154 bis 159, 161, 163 und 172.
  4. ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 58 bis 61.