Georg Friedrich Kersting

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Selbstbildnis aus dem Carus-Album vom 30. Dezember 1814.
Blumenbukett mit Tulpe und Streublumen um 1825.

Georg Friedrich Kersting (* 31. Oktober 1785 in Güstrow/Mecklenburg; † 1. Juli 1847 in Meißen) war ein Kunstmaler der Deutschen Romantik und des Biedermeier sowie ein Bildnis- und Genremaler. Er war zudem ein Malereivorsteher der Porzellanmanufaktur Meißen und damit ein Manufakturist. G. F. Kersting wurde besonders durch seine Miniaturmalereien bekannt.

Leben und Werk

Georg Friedrich Kersting wurde 1785 als Sohn eines Güstrower Glasermeisters geboren. Nach dem Besuch der Domschule in Güstrow folgte von 1805 bis 1808 ein Studium an der Kunstakademie in Kopenhagen. Im Jahre 1810 kam er nach Dresden. Dort lernte er Caspar David Friedrich, dem Hauptvertreter der Dresdner Romantik kennen. Kersting gehörte in Dresden ebenfalls dem Künstlerkreis um die Familie v. Kügelgen an.

G. F. Kersting in Meißen

Ab dem 23 Juli 1818 wirkte G. F. Kersting in Meißen und nahm hier eine Tätigkeit als Malereivorsteher an der Königlichen Porzellanmanufaktur Meißen auf. Für seine Tätigkeit als Malereivorsteher prädestinierten ihn die in Kopenhagen erworbenen Kenntnisse in der Miniaturmalerei. Ein weiterer Verdienst Kerstings ist aber auch die Wiederbelebung der Blumenmalerei an der Manufaktur auf der Grundlage genauer botanischer Studien in Verbindung mit einer romantischen Naturauffassung.

Kersting heiratet 1818 die Tochter eines Dresdner Hofpostmeisters und aus der Ehe gingen vier Kinder hervor (drei Jungen und ein Mädchen). Die Familie Kersting wohnte in der Zeit von 1818 bis zu seinem Tode 1847 auf dem Domplatz Nr. 10 im heutigen Kerstinghaus. Ein weiteres Kunstwerk Kerstings war das am 3. Juli 1843 geweihte eiserne Kreuz auf dem Götterfelsen im Triebischtal, welches nach seinem Entwurf in den Jacobiwerken hergestellt wurde.

Auch für den Aufruf des „Sparkassen-Vereins“, welcher als Vorbild der der Wohlfahrts- und Fürsorgekassen der Porzellanmanufaktur anzusehen ist, engagierte sich Kersting mit anderen Manufakturisten. Durch das Engagement konnte schließlich am 11. Juni 1828 der Sparkassen-Verein seine erste Filiale und damit auch die erste Sparkasse in Meißen am Heinrichsplatz eröffnet werden.[1][2] [3]

Ehrungen

  • Gedenktafel am Kerstinghaus, Domplatz Nr. 10.
  • In Stadtteil Triebischtal wurde die ehemalige „König-Albert-Straße“ am 1. Juli 1947 zur Kerstingstraße umbenannt und soll an den Maler G. F. Kersting erinnern.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 640 und 642 (online).
  2. Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 91, 92, 94 und 107.
  3. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 62, 109 und 110, 171 und 172.