Christusfigur auf dem Neuen Johannesfriedhof von 1912.
Das Relief Grablegung von 1920 auf dem Städtischen Friedhof.

Georg Curt Bauch (* 11. Juli 1887 in Meißen; † 26. Dezember 1967) war ein deutscher Bildnismaler und Bildhauer. Er verstarb in Muralto bei Locarno, im Kanton Tessin, Schweiz.

Leben und Werk

G. C. Bauch besuchte die Kunstgewerbeschule Dresden und lernte unter anderem bei Hugo Spieler. In der Zeit von 1910 bis 1914 studierte er an der Kunstakademie in Dresden. Er war dabei Schüler von Richard Müller, aber auch von Robert Diez, unter dessen Leitung er im Meisteratelier für Plastik der Kunstakademie seine Studien betrieb. Schon während seines Studiums wurde er mehrfach ausgezeichnet und erhielt 1914 den renommierten Rom-Preis.

Ab dem Jahre 1918 beteiligte er sich dann mit mehreren Exponaten erfolgreich an den Kunstausstellungen in Berlin und München. Bauch ließ sich nach Reisen durch Italien, Frankreich und Dänemark im Jahre 1917 in Dresden-Loschwitz nieder, wo er ein Atelier in der Pillnitzer Landstraße 29 hatte.

Im Jahr 1929 zog er nach Locarno in die Schweiz, wo er bis 1936 lebte. Bauch besaß in dieser Zeit noch immer die deutsche Staatsbürgerschaft, doch seine Ablehnung im Jahre 1933 der Reichskulturkammer beizutreten rückte ihn in den Fokus des NS-Regimes. Auch die immer wieder von den Nazis geforderte Trennung von seiner jüdischen Frau lehnte Bauch kategorisch ab.

Trotzdem zog er 1939 wieder nach Deutschland nach Lottstetten in Baden. Seine Schwester Susanne Bauch führte während seiner Abwesenheit durch Reisen und Umzug den Haushalt in seiner Loschwitzer Wohnung sowie im Atelier weiter. Bauch versuchte 1943 schließlich vor den Nationalsozialisten in die Schweiz zu flüchten. Dabei wurde er schwer verletzt. Er lebte später mit seiner Familie in Brione sopra Minusio und war in der Schweiz als Bildnismaler und Bildhauer für Bildnisbüsten und Tierplastiken tätig.

Sein Dresdner Atelier wurde 1945 teilweise zerstört; einige Werke Bauchs gingen dabei verloren. Bauch kehrte 1950 nach Dresden zurück und übergab sein Atelier im Jahre 1957 an den Bildhauer Wilhelm Landgraf, um danach endgültig in die Schweiz überzusiedeln. Bauch erkrankte im Alter schwer und lebte zuletzt als Witwer bei seiner Tochter in Brione. Er starb 1967 und wurde auf dem Brioner Friedhof im Kanton Tessin, Schweiz, beigesetzt.[1]

Werke (Auswahl)

  • Grabmal mit einer Christusfigur aus dem Jahre 1912 auf dem Neuen Johannesfriedhof.
  • Steinrelief „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ aus dem Jahre 1914 am Pfarrhaus der Frauenkirchgemeinde, An der Frauenkirche 11.
  • Beim Plastikrelief „Grablegung“ auf dem Meißner Stadtfriedhof an der Nossener Straße, handelt es sich um eines seiner bedeutendsten Arbeiten. Auf einer am Grabmal integrierten Keramikplatte erinnert der Meißner Bildhauer an den Tod seines 19-jährigen Sohnes Curt Wilhelm.

Kuriosität

Vom Plastikrelief „Grablegung“ auf dem Meißner Stadtfriedhof gibt es ein motivgleich zweites Relief von G. C. Bauch auf dem Loschwitzer Friedhof in Dresden. Dort trägt das Relief allerdings den Namen „Hinterbliebene“.

Literatur

  • Gerhard Steinecke, Feierhalle im Stil der Neuen Sachlichkeit, in Meißner Tageblatt vom 30. November 2006.

Einzelnachweise

  1. Gerhard Steinecke: Feierhalle im Stil der Neuen Sachlichkeit, Rundgang über den Stadtfriedhof, in Meißner Tageblatt vom 22. November 2019.

Zum Thema Georg Curt Bauch gibt es wegen seiner überregionalen Bedeutung auch einen Artikel bei Wikipedia: Georg Curt Bauch.