Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus

Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus

Die Gedenkstätte wurde an der Stelle vom ehemaligen König-Albert-Denkmal am Käthe-Kollwitz-Park an der Kerstingstraße errichtet und am 22. Juni 1958, dem Jahrestag des Einfalls der deutschen Wehrmacht in die Sowjetunion, feierlich enthüllt. Das sich an der Vorderseite befindliche Relief „Häftlingsappell“ erinnert an die Gräueltaten und Grausamkeiten in den Konzentrationslagern. Über dem Relief ist die goldfarbene Inschrift „SIE LITTEN – SIE KÄMPFTEN / SIE STARBEN – FÜR DICH“ angebracht. Die Gedenkstätte mit Ehrenmal steht unter Obj.-Dok.-Nr. 09269129 auf der Liste der Kulturdenkmale im Freistaat Sachsen.

Das Reliefbild „Häftlingsappell“ wurde nach einer Zeichnung von Lea Grundig (1906-1977) geschaffen. Modelliert wurde es von Georg Türke und von Werner Hempel wurde es in Stein gehauen.

Die zur Parkseite weisende Reliefplatte nennt die Namen von 26 Meißner Frauen und Männern, die zur Zeit des Nationalsozialismus aus politischen, rassistischen oder religiösen Gründen verfolgt und ermordet wurden. Darüber hinaus wird auf der Tafel ohne konkrete Namensnennung der 224 Angehörigen verschiedener Nationen gedacht, die im April 1945 ermordet und im Landkreis Meißen bestattet wurden.

Denkmalschändung

  • Auf dem Ehrenmal war ab 1958 eine Opferschale aus Granit. Die Opferschale wurde nach 1990 durch Vandalismus schwer beschädigt und danach aus Sicherheitsgründen entfernt.
  • Am 12. Februar 1993 wurde das Ehrenmal für die Opfer des Faschismus mit schwarzer Farbe beschmiert.[1][2]

Literatur

  • Günter Naumann: Meißner Chronik 1989-1996, Kreissparkasse Meißen, 1996.
  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, ISBN: 978-3-86729-013-5.

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Meißner Chronik 1989-1996, Kreissparkasse Meißen,1996, S. 120.
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, S. 103 und 104.