Gasthaus zum elenden Kretzschmar
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Das Gasthaus zum elenden Kretzschmar war eine Herberge, welche sich an der heutigen Siebeneichener Straße befand. Der Standort war an der Stelle zwischen dem ehemaligen Gasthaus „Zum goldenen Schiffchen“ und dem heutigen Aufgang zur Eisenbahnbrücke. Das Grundstück hatte einmal die „Brandkatasternummer 605“.
Geschichte
Als Herberge für Pilger wird das Gasthaus 1508 erstmals urkundlich erwähnt. Die Unterkunft war vorwiegend für arme Reisende (Pilger) bestimmt und gehörte noch bis 1520 zum Kloster Altzella. Dabei unterstand die Herberge nicht der Gerichtsbarkeit der Stadt Meißen, sondern sie unterstand der des Amtes Meißen. Die Bezeichnung „elend“ entstand, weil es auswärtigen – in der damaligen Sprache der Zeit „elenden“ Pilgern als Herberge diente – wenn sie nach „Altzella“ pilgerten. Es wird damals berichtet, dass es in der Herberge „vil unczucht, öbeltath und myßhandlung geubet“.[1]
Im Jahre 1520 kam die Herberge im Tausch gegen ein Vorwerk im Amt Döbeln kurzzeitig vom 16. April 1520 bis zum 5. Oktober 1520 an Herzog Georg den Bärtigen. Nach 1540 geht die Herberge „Zum elenden Kretzschmar“ aus dem Besitz des Rates in Privatbesitz über und wird zum „normalen“ Gasthaus. Später geht die Gasthofsgerechtigkeit auf das Nachbargrundstück, dem Gasthaus „Zum Goldenen Schiffchen“ an der heutigen Siebeneichener Straße Nr. 1 über.[2]
Literatur
- Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929 (online).
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993.
Einzelnachweise
- ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen, Druck und Verlag, Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen, 1929, S. 431.
- ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 41–42.