Gasthaus Churfürst
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Das Gasthaus Churfürst war um 1900 eine Gaststätte mit Fremdenzimmer im Meißner Stadtteil Triebischtal. Damaliger Grundstücksbesitzer war der Gastwirt Friedrich Unger.
Das Gasthaus befand sich im Haus Wettinstraße Nr. 25 (vorher Triebischdamm Nr. 651 g V), in der Nähe der Moritzstraße an der Triebisch.[1] Heute befindet sich hier die Gaststätte „Zur Linde“.
Das Unternehmen
Der Gaststättenbetrieb mit Zimmervermietung ist in den Meißner Adressbüchern von 1885 bis 1950 nachweisbar. Einen Gaststättenbetrieb (Zur Linde) gibt es jedoch im Gebäude bis heute. Die Gaststätte wurde vermutlich um 1883, damals noch am „Triebischdamm“ als „Gasthaus Churfürst“ eröffnet. Am 28. Januar 1891 wird der „Triebischdamm“ in Wettinstraße umbenannt.
Es handelte sich damals um einen Gaststättenbetrieb mit französischem Billard und einer Kegelbahn auf der Hofseite. Man hatte warme und kalte Speisen zu jeder Tageszeit, sowie Bier und „selbsterbaute“ Weine im Angebot. Man versprach zur Übernachtung gute Fremdenzimmer mit vorzüglichen Betten zu billigsten Preisen.
Um 1912 wurde die Gaststätte Churfürst (Kurfürst) vom Gastwirt Wilhelm Eckert übernommen, aber um 1921 führt F. Unger erneut das Unternehmen. Ab 1924 hatte den Gaststättenbetrieb der Gastwirt Kurt Kluge übernommen. Um 1935 ist der Hausbesitzer und Inhaber der Gaststätte Ernst Müller geworden. Der Gaststättenname „Kurfürst“ besteht offenbar bis 1945.
Nach 1945
Nach dem zweiten Weltkrieg hatte man am 16. Mai 1945 die Straße in „Karl-Liebknecht-Straße“ umbenannt und seit dem 31. Mai 1996 ist sie wieder die Wettinstraße. Auch die Gaststätte „Kurfürst“ erhielt in dieser Zeit den Namen „Zur Linde“. Gastwirt und Hausbesitzer ist um 1950 noch immer Ernst Müller.[2] Die Gaststätte trägt bis heute den Namen „Zur Linde“.
Literatur
- Verschiedene Adressbücher der Stadt Meißen.