Güterbahnhof Meißen Triebischtal

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Der Güterbahnhof Meißen Triebischtal um 1938.
Der Güterbahnhof Meißen Triebischtal an der Talstraße.

Der Güterbahnhof Meißen Triebischtal ist bereits ab 1879 als sogenannte „Güterhaltestelle“ nachweisbar. Genutzt wurde die Haltestelle vor allem von den im Triebischtal ansässigen Industriebetrieben. Durch das Verlegen der Triebisch konnte das Areal der Güterhaltestelle Meißen Triebischtal im Jahre 1897 bedeutend erweitert werden.

Zusätzlich gab es ab dem 16. August 1897 noch eine „Güterbrücke“ die von der Lessingstraße und der Lessingbrücke über die Triebisch zum Güterbahnhof führte. Später kamen noch weitere Brücken an der Talstraße sowie der Jaspisstraße hinzu. Am 1. Mai 1898 konnte der Güterbahnhof nach seiner Erweiterung für den allgemeinen Güterverkehr eröffnet werden. Im Mai 1900 konnte die Verbindungsbrücke zum Betriebsbahnhof der Meißner Straßenbahn an der Jaspisstraße übergeben werden. Der Güterbahnhof war ein Umschlagsplatz der besonders von der Eisenbahn (Regelspur- und Schmalspur) sowie der Güterstraßenbahn Meißen genutzt wurde. Dabei konnten Regelspurgüterwaggons auf Rollfahrzeugen der Schmalspurbahn übergeben bzw. übernommen werden. Auch ein direkte Be- und Entladen der Waggons war hier möglich. Dazu gab es auf dem Gelände zwei Ladestraßen von 1100 m und 1220 m Länge. Weiterhin stand ein großer Güterschuppen zur Verfügung sowie entsprechende Kopf- und Seitenladerampen.

Auf dem Gelände gab es entsprechende Umspuranlagen für Güterwaggons. Dazu befand sich dort auch der Bahnhof Meißen Jaspisstraße für den Personen- und Güterverkehr nach Lommatzsch bzw. Wilsdruff. Die Jutespinnerei und Weberei bekam die Güterwaggons der Eisenbahn über eine Drehscheibe und der Güterbrücke über die Triebisch direkt auf das Werksgelände zugestellt. Dazu musste der Verkehr auf der Talstraße kurzzeitig angehalten werden. Über eine weitere Güterbrücke in der Jaspisstraße wurden die Waggons zum Betriebshof der Güterstraßenbahn zugestellt und abgeholt.

Im Jahre 1963 wurde der Güterbahnhof Meißen Triebischtal zum Knotenpunkt für den Kohleumschlag im Kreis Meißen. Es gab auf dem Gelände mehrere Hochbunker für Kohle sowie einen Portalkran. Es wurden dort im Jahr bis zu 200 000 Tonnen Kohle umgeschlagen, was zu erheblicher Staubbelästigung der Wohnungen im Umfeld führte. Zudem wurde auf dem Kohleplatz in Schichten gearbeitet, was wiederum auch zu Lärmbelästigungen führte. Im Jahre 1972 wurde an der Bunkeranlage eine Bedampfungseinrichtung zur Niederschlagung des Kohlestaubes in Betrieb genommen, welche allerding kaum Hilfe brachte. Noch immer waren, gerade in den Sommermonaten, große dunkle Kohlenstaubwolken über dem Umschlagplatz zu sehen, welche dann langsam durch das Triebischtal zogen. Der Kohleumschlag auf dem Güterbahnhof Meißen Triebischtal wurde dann endlich 1991 eingestellt.[1] Auf einem großen Teil vom ehemaligen Kohleumschlagsplatz befindet sich heute der Bürgerpark Triebischwiesen.

Literatur

  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
  • Wolfram Wagner, Peter Wunderwald, Udo Jankowski: Die Schmalspurbahn Meißen Triebischtal – Lommatzsch, Wunderwald Bahnbücher, Nossen, 2016.
  • Wolfram Wagner, Peter Wunderwald: Die Schmalspurbahn Wilsdruff – Meißen Triebischtal, Wunderwald Bahnbücher, Nossen, 2019.

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 30, 293 und 294.