Görnischer Platz

Bereits am 8. April 1853 führte man den Namen Görnischer Platz für die platzartige Stelle am Anfang der Görnischen Gasse ein. Vorher war der Name Hundsmarkt oder auch Hundewinkel im Gebrauch. Etwas später war auch der Name „Am Engelsbrunnen“ diskutiert worden, der sich auf dem dort einst befindlichen Brunnen bezog, jedoch wurde dieser Vorschlag abgelehnt. Schon am 27. September 1892 entfiel dann auch der Name Görnischer Platz. Die sich dort befindlichen Häuser kamen nun entweder zur Görnischen Gasse oder zur Fleischergasse. Im Volksmund jedoch blieb es stets beim Namen Hundewinkel.[1][2]
Der Engelsbrunnen
Der Engelsbrunnen auf dem Görnischen Platz bestand aus einem runden Steintrog, auf dessen schlichte Wandung sich einander gegenüber je eine kannelierte Säule erhob. Auf dem diese verbindenden Architrav waren drei betende engelartige Gestalten aufgestellt.
Zur Tausendjahrfeier 1929 hatte man den Engelsbrunnen temporär wieder aufgebaut. Am 15. Dezember 1999 wurde vor dem Grundstück Görnische Gasse 40 eine Hunde-Plastik aufgestellt, welche an den volkstümlichen Namen „Hundewinkel“ erinnern soll.
Literatur
- Cornelius Gurlitt: Meißen (Stadt, Vorstädte, Afrafreiheit und Wasserburg), Verlag Meinhold Dresden, 1917.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.