Fuhrwerksunternehmen Max Henker
Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.
Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!

Das Fuhrwerksunternehmen Max Henker war ein Fuhrwerksgeschäft, welches bereits um 1810 gegründet wurde. Die Firma befand sich um 1900 zunächst auf dem Hahnemannsplatz Nr. 19 später in der Uferstraße Nr. 5, 6 und 8, sowie in Cölln in der Dresdner Straße Nr. 54. Am Standort Dresdner Straße wurde eine Nutzholzhandlung und ein Hobelwerk betrieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben beide Unternehmen mit neuen Inhabern bestehen. Die Inhaber waren in dieser Zeit Rudolf Henker, Arndt Henker und Friedrich Schanz.
Fuhrunternehmen
Die Firma übernahm sämtliches Gut was transportiert werden sollte und brachte es zum Teil mit Spezialwagen zum Zielort. Spezialgebiete waren der Möbeltransporte ohne Umladen und Autoferntransporte in ganz Deutschland. Das Einlagern von Möbeln und anderen Gegenständen über einen gewissen Zeitraum war ebenfalls möglich. Zudem betrieb man noch einen Holz- und Kohlehandlung.
Die Meißner Straßen wurden einst auch von den Botenfuhrwerken der Firma Max Henker belebt. Das Fuhrwerksunternehmen war in der Stadt Meißen gut bekannt und gerade beim Personentransport kam es immer wieder zu recht amüsanten Begegnungen mit dem Droschken-Personal. Später gab man allerdings die Taxi-Dienste auf und widmete sich mehr den Speditionsaufgaben. Bespannt waren die Transportwagen mit 2, 4 oder auch 6 Pferden. Der Kutscher saß zusammen mit seinem Hund, dem „Fuhrmanns-Spitz“, auf dem Wagen in der sogenannten „Schoßkelle“. Der Warenaustausch vom Hersteller zum Kunden wurde dabei oft vom Fuhrmann selbst vermittelt.
Die Firma Max Henker war für seine lustigen Werbesprüche wie “Wer gut schmärt, der gut fährt.“ oder “Ein guter Trunk ist Fuhrmannspflicht, eine trockene Lampe leuchtet nicht.“, stadtbekannt.[1]
Fuhrpark
Zunächst transportierte man noch mit Pferdekraft später mit Lastkraftwagen. Der Fuhrpark war recht umfangreich. Die großen Umzugswagen der Firma waren noch bis in die 1960er Jahre zu erleben und vor allem zu hören. Da diese Wagen mit Vollgummi bereift und die meisten Straßen noch gepflastert waren, ging es beim Transport nicht gerade leise zu. Für Hochzeitsfahrten gab es gedeckte Kutschen oder offene Droschken, die man entsprechend geschmückt hatte. Aber auch für den „letzten Gang“ zum Friedhof konnte die Firma Henker jederzeit eine Trauerkutsche zu Verfügung stellen. Eine „normale“ Kutsche wurde für diesen Zweck entsprechend umgerüstet und die Zugpferde trugen mit Stickereien und Franzen verzierte Schabracken.
Literatur
- Adress- und Einwohnerbücher der Stadt Meißen (1900, 1921, 1924, 1926-1935 und 1950).
Einzelnachweise
- ↑ Der Meißner Weihnachtsmann, Verlag der Truhe Meißen, um 1928 und 1933, S. 12.