Friedrich Paul Baum
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Friedrich Paul Baum (* 22. September 1859 in Meißen; † 15. Mai 1932 in San Gimignano, Italien), war ein Landschaftsmaler, Grafiker und Zeichner. Er arbeitete während seiner Ausbildung an der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen und war ein Manufakturist. Bekannt wurde F. P. Baum überwiegend durch seine Darstellungen von Frühlingslandschaften.
Leben und Werk
Friedrich Paul Baum wurde 1859 in Meißen als Sohn des Schiffskapitäns Karl Baum geboren. Nach dem Besuch der Bürgerschule arbeitete er zunächst an der Porzellanmanufaktur Meißen. Gleichzeitig studierte er an der Dresdner Kunstakademie die Malerei bei Friedrich Preller, der Jüngere (1838-1901), wechselt jedoch 1878 an die Kunstschule nach Weimar. In Weimar studierte er bei Theodor Hagen (1842-1919). Bereits seine Arbeiten als Schüler in Dresden und Weimar brachten Reisestipendien und er konnte somit bald nach Düsseldorf und Wien reisen um dort Studien zu treiben. Aber auch zwei goldene Medaillen der Carl Alexander-Stiftung von Sachsen-Weimar-Eisenach bekommt er für seine Arbeiten verliehen. Auf den Ausstellungen in Düsseldorf 1880 und München 1883 fanden seine Bilder große Anerkennung.
Weitere Studienreisen unternimmt F. P. Baum ab 1888 durch Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich. Er selbst widmet sich nun hauptsächlich der „Stimmungslandschaft“. Meist zeigen seine Bilder Vorfrühlingsmotive, die er mit feinem und sinnigen Verständnis für die Natur zu Darstellung bringt. Der Kunstmaler und Kritiker Ludwig Pietsch (1824-1911) nennt F. P. Baum in dieser Zeit „den Maler des Frühlings.“
Er stellt auch auf weiteren Ausstellungen seine Werke mit viel Erfolg aus. Auf einer Londoner Ausstellung im Jahre 1883 bekommt er die Silberne Medaille, 1884 und 1885 sind seine Bilder im Pariser Salon ausgestellt, aber auch in Antwerpen bekommt der Maler gute Kritik als Vertreter der Landschaftsmalerei.[1] Im Jahre 1894 ging Baum wieder nach Dresden und wurde dort Mitglied der Dresdner Sezession. Schon ein Jahr später verlässt er Dresden wieder und siedelte sich im südniederländischen Sint Anna ter Muiden bei Sluis an. Er bleibt dort bis um 1908 und unternimmt weitere Studienreisen nach Südfrankreich, Italien und der Türkei. Schon 1902 wurde F. P. Baum in Berlin Mitglied der dortigen Sezession und 1908 wird er Mitglied der Neuen Künstlervereinigung München.
Im Jahre 1908 bekam er den Villa-Roma-Preis, welcher mit einem einjährigen Aufenthalt in Rom verbunden war. Von Rom aus unternimmt F. P. Baum weitere Studienreisen durch die Toskana, hat ein Atelier in Florenz und später auch in San Gimignano. 1914 kehrt er allerdings wieder nach Dresden zurück und wird dort zum Professor der Kunstakademie berufen. Nach vier Jahren wechselt er nach Kassel und ist dort ebenfalls Professor für Landschaftsmalerei an der Kunstakademie. Ab 1924 verlegte Baum seine Wohnung dauerhaft in der Toskana bei San Gimignano. In dieser Zeit wird er Mitglied im Deutschen Künstlerbund.
Friedrich Paul Baum verstirbt am 15. Mai 1932 in San Gimignano, Italien.
Werke (Auszug)
- Winterlandschaft, um 1882.
- Nach dem Regen, 1883.
- Frühlings- und Winterlandschaft, 1886.
- Mecklenburgische Landschaft, 1886.
- Letzter Schnee, 1888.
Ehrungen
- 1908 Villa-Roma-Preis, Italien.
- 1927 Ehrendoktor der Philipps-Universität Marburg.
- 1929 Ehrenmitgliedschaft des akademischen Senats der Kunsthochschule Dresden.
Literatur
- Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler (1888), Meißen, 1888.
Einzelnachweise
- ↑ Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 7 und 8.