Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.

Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!

Franziskanerkirche am Heinrichsplatz.
Gemälde mit Franziskanerkirche und Kloster.

Die Franziskanerkirche ist eine ehemalige Klosterkirche in der Altstadt der Stadt Meißen am Heinrichsplatz. Vor der Franziskanerkirche steht der Heinrichsbrunnen. In der Franziskanerkirche befindet sich heute das Stadtmuseum Meißen.

Geschichte

Das ehemalige Franziskanerkloster wurde bereits im Jahre 1258 gegründet. Die sich bis heute erhaltene gotische Klosterkirche ist dabei eine dreischiffige Hallenkirche. Sie wurde 1457 geweiht, allerdings kamen die Bauarbeiten erst um 1500 zum Abschluss. Nach der Reformation (1539) war die Kirche bis 1793 die zweite Stadtpfarrkirche in Meißen sowie die Begräbnisstätte der vornehmen Meißner Bürgerfamilien. Die städtische Lateinschule (Franziskaneum) übernahm die Gebäude des Klosters um 1539. Noch heute erinnert die Barfüßergasse an den einzigen Zugang zum ehemaligen Kloster.

Der Schulneubau der Roten Schule am Kleinmarkt erforderte 1855 den Abriss der Klosteranlage bis auf die Klosterkirche. 1858/1859 hatte man unter Verwendung von Baumaterial der abgebrochenen beiden Kreuzgang-Flügel einen heute noch erlebbaren neuen Kreuzgang am Gebäude errichtet. Der Kreuzgang wurde nun museal genutzt.

Später nutzte man das Kirchengebäude als Speicher, Manufakturgebäude und schließlich auch als Turnhalle. Am 6. Oktober 1901 wurde das Museum vom Geschichtsverein Meißen in den oberen Räumen der Franziskanerkirche eröffnet. Die Sammlung des Vereins für Geschichte wurde umgestaltet und erweitert. Am 8. August 1934 konnte das Museum als Museum „Haus der Heimat“, vom neugeründeten Stadtmuseum weitergeführt werden.

Bei den umfangreichen Restaurierungsarbeiten (1988-1999) in der Franziskanerkirche sind mittelalterliche Wandbemalungen aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts entdeckt worden. Darunter befindet sich eine überlebensgroße Christophorus-Darstellung. Das Wand-Fresko ist ca. 9 m hoch und 3 m breit. Die Wandbemalung stellt für die Fachwelt eine Sensation dar.[1][2]

Literatur

  • Franz Kunz, Leiter vom Stadtmuseum Meißen: 60 Jahre Stadtmuseum Meissen. In: Meißner Heimat, Heft September 1962.
  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.

Einzelnachweise

  1. Franz Kunz, Leiter vom Stadtmuseum Meißen: 60 Jahre Stadtmuseum Meissen. In: Meißner Heimat, Heft September 1962, S. 4 bis 7.
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 231 bis 234 und 321 bis 323.