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Werbeanzeige vom „Franziskaner-Keller“ um 1900.

Der Franziskaner-Keller war um 1900 eine Gaststätte in der Altstadt von Meißen. Damaliger Besitzer war der Restaurateur Rudolph Berger (auch „Rudolf“ geschrieben). Ab dieser Zeit ist auch der Name „Franziskaner-Keller“ belegbar.

Das Gasthaus befand sich im Wohnhaus Burgstraße Nr. 28 (vorher Haus Nr. 109) in der Nähe vom Baderberg.[1]

Das Unternehmen

Der „Franziskaner-Keller“ (später Schlosskeller) ist in den Meißner Adressbüchern von 1900 bis 1914 nachweisbar. Eine Restauration im Haus gab es aber bereits vorher mit den Weinstuben Gebrüder Geissler.

Es gab im Lokal ein Vereinszimmer mit Pianino und einen ruhigen Garten hinter dem Haus. Ausgeschenkt wurde „Franziskaner-Leistbräu“, „Culmbacher Rizzi“, „Meissner Felsenkeller-Lager- und Böhmischbier“. Es gab eine vorzügliche Küche und nur „bestgepflegte“ Weine.

Um 1905 übernahm das Restaurant die Pächterin Helene Prasse und gab der Restauration den Namen „Schlosskeller“ (wurde auch „Schloßkeller“ geschrieben), doch schon 1908 hatte der Restaurateur Otto Schille die Wirtschaft übernommen. Um 1912 ist der Gastwirt Alois Merker der Inhaber vom Schlosskeller. Im Jahre 1914 gab es erneut einen Inhaberwechsel, denn nun ist der Inhaber der Meißner Parkett-Legerei und -Bohnerei Johannes Kanter, Karl Oswald Johannes Kanter auch der Gastwirt vom Schlosskeller geworden.

Im Meißner Adressbuch aus dem Jahre 1916 wird kein Restaurant „Schlosskeller“ mehr im Haus Burgstraße Nr. 28 aufgeführt. Der letzte Inhaber der Restauration hatte die Wirtschaft offenbar aufgegeben und besitzt jedoch noch immer seine Parkett-Leger-Firma im Haus.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Adreß- und Geschäfts-Handbuch für Meissen-Cölln, Fischergasse, Hintermauer, Korbitz, Lercha, Neudörfchen, Ober- und Niederspaar, Ober- und Niedermeisa, Questenberg und Zscheila., Ausgabe 1900, S. 52.
  2. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen, 1900 bis 1916.