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Medaille Albert Einstein, 1980. Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek.
Rückseite vom Ehrengeschenk der Gold- und Silberschmiede zu Dresden 1975. Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek.
Vorderseite vom Ehrengeschenk der Gold- und Silberschmiede zu Dresden (Johannes Melchior Dinglinger) 1975. Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek.

Franz Beyer (* 26. Februar 1894 in Rudolstadt/Thüringen; † 2. November 1983 in Dresden) war ein Bildhauer, Medailleur, Plaketten- und Porzellankünstler. Er zählt mit zu den Künstlern, welche an der Gestaltung von Porzellanmedaillen der Porzellanmanufaktur Meißen beteiligt waren.[1]

Leben und Werk

Von 1908 bis 1914 absolvierte F. Beyer eine Lehre an der Dresdner Kunstgewerbeschule bei Karl Groß (1869-1934). Im Abendstudium besuchte er dazu noch die Abendschule der Kunstgewerbeschule um sich zusätzlich auszubilden. Er wurde zum Ersten Weltkrieg eingezogen, kam dort in Kriegsgefangenschaft und kehrte im Jahre 1919 wieder nach Dresden zurück. In einer Dresdner Werkstadt für Kleinplastik ist F. Beyer von 1919 bis 1931 als Meister beschäftigt. Danach ist er freischaffend tätig. Er befasst sich in dieser Zeit hauptsächlich mit Kleinplastiken, Bildnisbüsten und Medaillen.

Er wird Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste und ist auch auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in München in den Jahren 1941 und 1944 mit Werken vertreten. Er wird von 1939 bis 1945 zum Dienst im Zweiten Weltkrieg eingezogen. Bei der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 wird sein Dresdner Atelier und ein großer Teil seiner künstlerischen Werke zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitet F. Beyer erneut freischaffend. Zudem ist F. Beyer für einen Radeberger Betrieb, als künstlerischer Berater tätig. Es entstehen in dieser Zeit zahlreiche Plaketten und Medaillen.

Plaketten (Auszug)

  • 1954: Die Plakette von Carl Gustav Carus, welche als Mittelstück der Amtskette des Rektors der Medizinischen Akademie Dresden verwendet wird.
  • 1955: Die Plakette Georgius Agricola aus dem Jahr 1955, welche als Mittelstück der Amtskette des Rektors der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt verwendet wird.
  • 1975: Für das Ehrengeschenk der Gold- und Silberschmiede zu Dresden schuf er die Plakette Johannes Melchor Dinglinger.
  • 1976: Die Plakette Caspar David Friedrich.
  • 1979: Die Plakette mit einem Selbstbildnis.
  • 1980: Die Plakette Albert Einstein.
  • 1981: Die Plakette Ehrfurcht vor dem Leben (Albert Schweitzer).

Kunstausstellungen nach 1945

  • 1948: Kunstausstellung Radeberg 1948.
  • 1958/1959: IV. Deutsche Kunstausstellung der DDR in Dresden.
  • 1972: Bezirksausstellung in Dresden.
  • 1979: Bezirkskunstausstellung in Dresden.
  • 1985: Ausstellung im Dresdner Albertinum Bekenntnis und Verpflichtung.
  • 1987/1988: X. Kunstausstellung der DDR in Dresden.[2]

Medaillen für die Porzellanmanufaktur Meißen

Ab 1953 gibt es einen intensiven Kontakt zur Porzellanmanufaktur Meißen. Franz Beyer erstellt einige Entwürfe und Modelle für Porzellanmedaillen und Plaketten im Auftrage der Technischen Hochschule Dresden. Beispielsweise lieferte er 1953 den Entwurf zur keramischen Medaille aus Böttger-Steinzeug „Technische Hochschule Dresden 1828-1953“. Von der Medaille werden nur 290 Exemplare ausgeformt. Es gibt jedoch noch eine weitere Variante. Ebenfalls für die Technische Hochschule Dresden liefert er 1955 den Entwurf zur Medaille aus Biskuitporzellan „Internationales Mathematiker Kolloquium 1955“ mit dem Portrait von Carl Runge. Von der Medaille werden nur 150 Exemplare ausgeformt.[3]

Im Jahre 1983 verstirbt Franz Beyer in Dresden am 2. November.

Literatur

  • Franz Beyer. In: Joachim Uhlitzsch: Kunst im Aufbruch, Dresden 1918–1933. Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresden 1980.
  • Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1981, 1983, 1988.

Einzelnachweise

  1. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1983 und1988, S. 461.
  2. ↑ Franz Beyer. In: Joachim Uhlitzsch: Kunst im Aufbruch, Dresden 1918-1933. Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresden 1980, S. 236.
  3. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 205, 211, 348, 349 und 437.