Frachtschiff MS „MEISSEN“ (DSR)
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Das Frachtschiff MS „MEISSEN“ war ein Universalfrachtschiff der Deutfracht-Seereederei Rostock (DSR). Das Schiff gehörte zum Typ OBC-III der in der Mathias-Thesen-Werft in Wismar gebaut wurde. OBC-Frachter wie die „MEISSEN“ waren vorwiegend für den Transport von Erzen (Ore), Massengut (Bulk) und Containern ausgelegt. Dieser in der DDR gebaute Schiffstyp wurde auch exportiert. Er fuhr unter den Flaggen Schwedens, Frankreichs, Griechenlands, der BRD, Finnlands, Norwegens, Hongkongs und Panamas.
Unter der Flagge der DDR war die „MEISSEN“ ab 1978 auf fast allen Weltmeeren unterwegs, dabei wurden viele internationale Häfen angelaufen, so auch mehrfach Kanada und die USA, beispielsweise 1981 in Baltimore und Philadelphia.
Geschichte
Die MS „MEISSEN“ wurde 1978 im VEB Mathias-Thesen-Werft Wismar gebaut. Der Stapellauf war am 14. Oktober 1978. Das Schiff hatte eine Länge von 176,66 m und eine Breite von 22,86 m. Die Tragfähigkeit lag bei 23.308 tdw (tons deadweight). Das Schiff verfügte über 863 Containerstellplätze für 20-Fuß-Container.
Am 18.Juni 1990 erfolgte der Flaggenwechsel der Reederei. Von nun an fuhr die „MEISSEN“ für die Deutsche Seereederei Rostock GmbH. Im Jahre 1992 wurde die „MEISSEN“ in „IONIAN STAR“ umbenannt. Am 13. Februar 1995 erfolgte die Zwangsversteigerung des Schiffes nach Malta. Es folgten zahlreiche Namensänderungen und Besitzerwechsel. Im Jahre 2010 wurde die ehemalige „MEISSEN“ von einer türkischen Reederei nach Indien verkauft und in Indien abgewrackt.
Daten/Ausstattung (Auszug)
Die Dienstgeschwindigkeit der MS „MEISSEN“ lag bei 16 kn. Dafür sorgte ein Zweitakt-Achtzylinder-Motor mit 8 238 kW aus dem VEB Dieselmotorenwerk Rostock (DMR). Unter der Back gab es einen luftgekühlten Viertakt-Dieselmotor von 154 kW für Not- und Hafenbetrieb. Zudem gab es drei Dieselgeneratoren vom SKL Magdeburg vom Typ 6NVD 48 A-2 mit je 800 kW für die Stromerzeugung an Bord. Auf der MS „MEISSEN“ gab es für die Besatzung von 41 Personen ausschließlich Ein-Mann-Kabinen. Dabei waren die Unterkünfte und Gemeinschaftsräume klimatisiert. Es gab ein Motorrettungsboot, ein Riemenrettungsboot und zwei automatisch aufblasbare Rettungsflöße.[1]
Literatur
- Universal-Frachter in Zeitschrift „poseidon“, Nr. 220, Ausgabe 4/1982.
Einzelnachweise
- ↑ Universal-Frachter in Zeitschrift „poseidon“, Nr. 220, Ausgabe 4/1982.