Feinkosthandlung Walter Richter

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Teigwaren aus Riesa (Beispielfoto).

Das Geschäft Feinkosthandlung Walter Richter war um 1924 eine Kolonialwaren- und Feinkosthandlung im Meißner Stadtteil Triebischtal. Das Geschäft befand sich im Wohnhaus Schützestraße Nr. 5 (vorher Haus Nr. 646 F) unweit der Talstraße.

Der Kaufmann Walter Richter war in dieser Zeit der Inhaber vom Geschäft.[1]

Das Unternehmen

Eine Kolonialwaren-, Produktenhandlung, Lebensmittel- oder auch Feinkosthandlung im Haus Schützestraße Nr. 8 ist in den Meißner Adressbüchern von 1885 bis 1950 nachweisbar. Allerdings gab es im Haus noch eine Verkaufsstelle für Lebensmittel bis um 1993. Danach wurde der ehemalige Laden für Wohnraumzwecke umgebaut.

Geschichte vom Laden

Nach 1885 hatte der Kaufmann und Produktenhändler Ernst Moritz Philipp ein Produktengeschäft im Haus Schützestraße Nr. 5 gegründet und eröffnet. Er führte den Laden bis 1892. Danach folgten mehrere Geschäftsinhaber:

  • 1893 bis 1894 Produktenhändler August Krusche.
  • 1895 bis 1901 Produktenhändler Adolf Bernhard Höhnel. Er war auch der Hausbesitzer in dieser Zeit. Danach war die Jutespinnerei und Weberei der Hauseigentümer.
  • 1902 bis 1904 erneut der Produktenhändler August Krusche.
  • 1905 bis 1919 Produktenhändler Gustav Hermann Richter.
  • 1920 bis 1921 Produktenhändlerin Marie Richter.

Ab 1924 hatte der Kaufmann Walter Richter den Laden übernommen und als „Kolonialwaren- und Feinkosthandlung“ weitergeführt. Ab 1935 ist es nun ein Lebensmittel und Molkereiwaren-Geschäft. W. Richter führt die Lebensmittel-Handlung als Kaufmann noch bis in die 1950er Jahre hinein.

Später richtet dort die Meißner Konsumgenossenschaft eine Verkaufsstelle für Lebensmittel ein, welche noch bis in die 1990er Jahre betrieben wird.[2] Bezeichnet wurde die Verkaufsstelle im Triebischtaler Volksmund meist nur kurz als „Jute-Konsum“. Der sogenannte „Jute-Konsum“ hatte in der Jutespinnerei und Weberei noch eine kleine Betriebsverkaufsstelle.

Besonderheit

Im Haus Schützestraße Nr. 5 gab es damit über mehr als einhundert Jahre hinweg ununterbrochen ein Geschäft für Lebensmittel.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Adressbuch der Stadt Meißen und der Vororte Maisatal und Lercha, Ausgabe 1924, S. 230.
  2. Adressbuch der Stadt Meißen, 1880 bis 1950.