Farbenfabrik Edlich & Weiße
Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.
Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!
Die Farbenfabrik Edlich & Weiße, eigentlich „Cölln-Meißner Porzellan- und Majolika-Farbenfabrik Richard Edlich“, war ein Unternehmen der keramisch- chemischen Industrie und befand sich in Cölln an der Zscheilaer Straße Nr. 57.
Geschichte
Der Chemiker Eduard Richard Edlich gründete im Jahre 1889 eine Firma zur Herstellung von Glasuren aller Art in Cölln. R. Edlich war vorher viele Jahre technischer Leiter in der „Meißner Ofen- und Porzellanfabrik vorm. Carl Teichert“ und brachte entsprechende Fähigkeiten mit. Am 5. August 1891 trat Gustav Adolf Weiße dem Unternehmen bei. Seitdem firmierte das Unternehmen unter „Edlich & Weiße.
Neben Glasuren für Ofenkacheln stellte die Fabrik auch Porzellan- und Majolikafarben her. Eine Spezialität waren die farblosen altdeutschen Ofenglasuren. Im Jahre 1912 erfolgte der Verkauf des Unternehmens und die Fabrik nannte sich nun „Edlich & Weiße G.m.b.H.“ Das Unternehmen an der Zscheilaer Straße hatte 1927 ein Firmengelände von 12 000 qm, dazu gab es fünf Farbbrennöfen, acht Fritteöfen, einige Muffelöfen, Mahl- und Dampftrockenanlagen und ein Labor. Eine Modernisierung der Fabrikanlagen erfolgte 1938 und gleichzeitig wurde mit der Herstellung von Kunst- Mattglasuren begonnen. Nach den Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen 1954 von Amts wegen im Handelsregister gelöscht.
Das ehemalige Kontorgebäude der Firma Edlich & Weiße G.m.b.H. in der Zscheilaer Straße Nr. 57 blieb erhalten und steht heute mit der Nr. 09265118 auf der Liste der Kulturdenkmale im Freistaat Sachsen.
Produkte
Das Angebot der Firma erstreckte sich im Jahre 1929 auf die Herstellung von Glasuren aller Arten für Ofenkacheln und Geschirr. Hergestellt wurden auch Farbkörper, Schmelzfarben, Unterglasur- und Scharffeuerfarben für Emaille, Steingut, Fayence und Porzellan. Zudem waren als Spezialitäten „Unterglasur-Indischblau“ für Porzellangeschirr und Schwarzfarbkörper für Elektroporzellan (Isolatoren) in die Angebotspalette aufgenommen worden.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, ISBN: 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, S. 167.