Fürstenkapelle
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Die Fürstenkapelle ist seit 1428 das Grabgelege der Wettiner. Die heutige Eingang zur Fürstenkapelle ist dabei dem Westwerk vom Meißner Dom vorgelagert. Im Winkel zwischen Fürstenkapelle und Südwestturm steht zudem der kupferbedeckte Anbau, die Grabkapelle Herzogs Georg des Bärtigen (Georgkapelle).Die Georgkapelle ist nur von der Fürstenkapelle zugänglich.
Die Fürstenkapelle
Die mit einem Maßwerkgewölbe versehene Fürstenkapelle dient gleichzeitig als Westportal des Doms, dem die Fürstenkapelle vorgesetzt wurde. Das Bogenfeld des eigentlichen Westportals ist durch Reliefs geschmückt. Unten befindet sich die Darstellung Christi Geburt und die Anbetung der Hl. Drei Könige. Oben segnet Christus die gekrönte Maria. Links und rechts der Portalgewände sind auf Postamenten und unter Baldachinen die Bistumsheiligen dargestellt.
Die Bistumsheiligen
Der Evangelist Johannes und der Bischof Donatus. Über dem Portalbogen ist die wimpergartige Apostelreihung mit den kleinen Figuren unter den Sitzen der Apostel das Jüngste Gericht angedeutet. Entlang der Wände stehen auf Konsolen und unter Baldachinen 10 lebensgroße Figuren: Längs der Nordwand stehen Maria mit dem Christuskind und die Heiligen Drei Könige. An der Westseite stehen beiderseits vom Domplatz-Eingang die „Ritterheiligen“ Victor und Mauritius. Auf der Südseite die Apostel Petrus, Jakobus d.J., Paulus und Jakobus d.Ä. Dabei sind die Figuren des Victor und Mauritius aus Terrakotta geformt. Die Petrus-Figur ist in Stein gehauen, und die übrigen 7 Figuren wurden in Holz geschnitzt.
Die Grabplatten
Als künstlerisch am wertvollsten sind jedoch die Metallguss-Grabplatten im Stile der Spätgotik und der Renaissance zu betrachten. Sie stammen aus der berühmten Nürnberger Vischer-Werkstatt. Das bedeutendste Grabmal ist die zentral aufgestellte Tumba für Friedrich I., den Streitbaren, welcher 1428 verstarb und der erste Kurfürst von Sachsen war. Die Tumba ist ein Bronzeguss aus der Zeit um 1455.[1]
Zudem befinden sich noch in der Fürstenkapelle die Grabmäler von
- Herzog Friedrich gest. 1510
- Herzog Friedrich gest. 1539
- Kurfürst Ernst gest. 1486
- Herzogin Amalia gest. 1502
- Bischof Sigismund von Würzburg gest. 1471
- Kurfürst Friedrich II., der Sanftmütige, gest. 1464
- herzog Johann gest. 1537
- Herzog Albrecht der Beherzte gest. 1500
- Herzogin Zedena gest. 1510.
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 58.