Fähre Knorre
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Die Fähre Knorre gehörte mit zu den einstigen Elbfähren im Stadtgebiet von Meißen. Die Fähre befand sich an der einst zum Rittergut Proschwitz gehörende Gaststätte „Zur Knorre“.
Das Fährrecht wurde dem Gasthofbesitzer der Gaststätte „Zur Knorre“ bereits am 14. Januar 1885 vom Königlichen Elbstromamt Meißen als Saisonfähre im Sommer offiziell verliehen. Doch hatte Emil Beger und vorher schon sein Vater das Recht erwirkt, seit Bestehen der Elbstromaufsicht (1859), seine Gäste über die Elbe zu fahren. Heute gibt es dort keinen Fährbetrieb mehr.
Geschichte
Dem Gasthofbesitzer E. Beger wurde damals erlaubt mit einer sogenannten „Schaluppe“ von seinem Gasthaus in der Sommerzeit die Gäste über die Elbe zu fahren. Die Fährgeschäfte vom Gastwirt wurden jedoch stets argwöhnisch beäugt, da vermutet wurde, dass er damit auch eine „Winkelfähre“ betreiben könnte. Erst ab dem 14. Januar 1885 hatte er eine entsprechende „Concession“ erwirkt und durfte seine Gäste übersetzen. Im Vorfeld hatten zwei Bootsmeister von Schleppdampfern eine Anzeige gegen Beger gestellt. Im Jahre 1887 kam es zu mehreren Beschwerden da seine Schaluppe nebst Fährsteg durch den verursachten Wellengang eines Schleppers abgetrieben wurde. Die gefährliche Sogwirkung bei eine Talfahrt der Schlepper wurde von den Schiffsführern nicht immer beachtet.
Am 1. November 1910 bekam Arthur Beger die Fährgerechtigkeit für diese Fähre übertragen. In dieser Zeit wurde das Motorboot „Erika“ angeschafft. Auch der Besitzer der Gaststätte „Knorre“ hatte gewechselt und das Lokal wurde nun von Erich Tamme geführt. Erich Tamme bekam am 27. April 1925 ebenfalls die Fährgerechtigkeit zum Übersetzten seiner Gäste über die Elbe. Beger und auch Tamme führten jedoch den Fährbetrieb nicht selbst aus. Es gab dafür Angestellte. Bis Kriegsbeginn wurden mit dem Motorboot für die Gäste auch sogenannte „Längsfahrten“ bis zur Eisenbahnbrücke unternommen. Ab 1941 ruhte der Fährverkehr. Das Motorboot wurde beschlagnahmt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg führten Martin Pinkert und Rudolf Fritsche den Fährbetrieb durch. Der Fährbetrieb musste infolge der Kriegsereignisse drei Jahre ruhen und konnte erst 1949 wieder aufgenommen werden. Übergesetzt wurde nun wieder mit einer Schaluppe. Rudolf Fritsche war bei der Fähre in Zehren schon fest eingestellt. Er bediente jedoch die Fähre an der Knorre in den Sommermonaten mit der Schaluppe. Die einfache Überfahrt kostete 20 Pfennig. Die Schaluppe wurde dabei mit einem Handstaken oder einer Pätsche (Ruder) von nur einer Person über den Fluss bewegt. Stand der Wind günstig, wurde zudem ein Spritsegel gesetzt. Wann die Fähre eingestellt wurde ist unbekannt. [1][2]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
- Klaus Stein: Die Geschichte der Meißner Fähren Niederspaar, Badfähre, Cöllnerfähre, Niederfähre und Knorre, Eigenverlag, Druck: Lößnitz Druckerei Radebeul, 2018.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 180 und 181.
- ↑ Klaus Stein: Die Geschichte der Meißner Fähren Niederspaar, Badfähre, Cöllnerfähre, Niederfähre und Knorre, Eigenverlag, Druck: Lößnitz Druckerei Radebeul, 2018, S. 59 bis 66.