Fähre Fischergasse – Niederfähre
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Die Fähre Fischergasse – Niederfähre gehörte mit zu den einstigen Elbfähren von Meißen. Die Fähre befand sich am heutigen Fährgäßchen in Niederfähre. Bei dieser Fährverbindung, handelt es sich vermutlich um die Älteste der Meißner Fähren. Die sogenannte „niedere Fähre“ vermittelte bereits vor dem Bau der Altstadtbrücke den Elbübergang. Heute gibt es dort keinen Fährbetrieb mehr.
Geschichte
Heute wird davon ausgegangen, dass bereits vor 983 die Elbe mit zusammengebundenen Baumstämmen überquert wurde. Das Fährrecht gehörte damals dem Meißner Domkapitel. Ein Vorteil für die ständige Benutzung als Übergang war die Furt, welche sich an dieser Stelle befand. Erwähnt wird die Fähre erstmals als „dy nydere vere“ im Jahre 1342. Einen Betrieb mit sogenannte Floßfähren belegen beispielsweise Berichte im Scharfenberger Gerichtsbuch aus den Jahren 1551 und 1575. Die Fischer setzten dabei die ersten Personen über die Elbe. Am 5. Februar 1639 bitten die Meißner Fischer den Kurfürsten, ihnen das von jeher zustehende Recht des Übersetzens weiter zu dulden. Ein weiteres Schreiben ging an den Kurfürsten am 14. Januar 1645.
Da im Dreißigjährigen Krieg die Altstadtbrücke zerstört war, mussten nun Personen und Waren mit kleinen Schaluppen über die Elbe transportiert werden. Mit der Schaluppe benötigte man jedoch mehr Zeit und das Übersetzen war auch teurer. In den Meißner Geschichtsbüchern gibt es viele Verkaufsurkunden und Pachtkontrakte über die Fähre in dieser Zeit.
Beispielsweise wurde beim Erbkaufkontrakt zwischen Paul Barths und Nicolaus Sieckens vom 1. Oktober 1704 nur die halbe „Niederfähre“ verkauft. Das in dieser Zeit die Fähren mehrere Besitzer hatten, war nicht ungewöhnlich. Oftmals wurden immer nur Teile des Fährrechts verkauft oder vererbt. Im Jahre 1718 gab es dann nachweislich auch schon Frauen als Fährbesitzer. Meist kamen die Frauen aber erst durch den Tod ihrer Ehemänner in den Besitz des Fährrechts.
Die Fähren waren in den früheren Tagen ein recht einträgliches Gewerbe. Allerdings begann der Fährbetrieb in der Regel mit Sonnenaufgang und endete nach Sonnenuntergang. Übergesetzt wurde bei jedem Wetter, im Sommer wie im Winter, aber auch nahezu bei jeden Wasserstand. Im Winter musste dazu die Anlegestellen eisfrei gehalten werden so lange es möglich war.[1][2] Wann die „Fähre Fischergasse – Niederfähre“ eingestellt wurde ist unbekannt.
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
- Klaus Stein: Die Geschichte der Meißner Fähren Niederspaar, Badfähre, Cöllnerfähre, Niederfähre und Knorre, Eigenverlag, Druck: Lößnitz Druckerei Radebeul, 2018.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 180 und 181, 243.
- ↑ Klaus Stein: Die Geschichte der Meißner Fähren Niederspaar, Badfähre, Cöllnerfähre, Niederfähre und Knorre, Eigenverlag, Druck: Lößnitz Druckerei Radebeul, 2018, S. 49 bis 58.