Ernst Weiss
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Ernst Weiss (* 2. Juni 1898 in Rageb bei Gablonz/Neiße (heute Tschechische Republik); † 22. März 1974 in Weimar) war ein Medailleur, Plaketten- und Porzellankünstler. Er zählt mit zu den Künstlern, welche an der Gestaltung von Medaillen der Porzellanmanufaktur Meißen beteiligt waren.[1]
Leben und Werk
Ernst Weiss wurde 1898 in der Nähe von Gablonz/Neiße, heute Jablonec nad Nisou geboren. Im Jahre 1912 beginnt er ein Studium an der Kunstgewerblichen Staatsfachschule in Gablonz mit den Hauptfächern Metallplastik, Stempelschneiden und Ziselieren. Er ist dort ein Schüler der Medailleure Rudolf Hammer und Josef Tautenhayn (1837-1911). Ab 1918 arbeitet er als Medailleur in Graz und an anderen Orten. Ab 1946 ist er im Staatsapparat der ČSSR beschäftigt.
Ab 1957 kommt E. Weiss in die DDR nach Weimar und arbeitet dort als freischaffender Medailleur. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Portrait-Medaillen und Großplaketten. Sein Stil entspricht der Wiener Medaillenschule. Er beteiligte sich 1968 an Ausstellungen in Halle in der dortigen Moritzburg und 1972 im Bremer Focke-Museum. Kurz nach seinem Tode 1974 gab es bereits eine Gedächtnisausstellung im Münzkabinett Gotha.
Arbeiten für die Porzellanmanufaktur Meißen
Ab 1960 gibt es ebenfalls Kontakte zur Porzellanmanufaktur Meißen. Für die Manufaktur im Triebischtal ist er als freischaffender Künstler aktiv und erstellt einige Entwürfe für Porzellanmedaillen und Plaketten. Beispielsweise lieferte er 1961 den Entwurf und das Modell zur keramischen Plakette aus Meißner Porzellan „Rat der Stadt Weimar“, mit dem Portrait von Franz Liszt. Von der Großplakette aus Biskuitporzellan mit Aufhänger werden nur 300 Exemplare gefertigt.[2]
Ernst Weiss verstirbt am 22. März 1974 in Weimar.
Literatur
- Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988.