Ernst August Leuteritz

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Porzellanuhr von Ernst August Leuteritz um 1850.
Kaminuhr von Ernst August Leuteritz um 1850.

Ernst August Leuteritz (* 25. Februar 1818 in Fischergasse; † 20. April 1893 in Meißen) war ein Bildhauer, Gestalter, Bossierer, Porzellankünstler und ein Manufakturist. Bekannt wurde der Künstler durch seine vielen Modelle für die Königliche Porzellanmanufaktur-Meißen. Mit großer Vorliebe widmete er sich besonders gern den Kinder- und Jagdszenen.

Leben und Werk

E. A. Leuteritz wurde 1818 in der damals noch selbstständigen Gemeinde Fischergasse geboren. Er besuchte zunächst die Armenschule und später die Volksschule. Den ersten Zeichenunterricht bekommt er an der Zeichenschule der Porzellanmanufaktur. Dort beginnt er auch 1836 eine Lehre zum Bossierer. Im Jahre 1838 schickt ihm die Porzellanmanufaktur Meißen auf die Dresdner Akademie, wo er Schüler von Professor Ernst Rietschel wird. Er verlässt allerdings die Akademie, weil er sich für die Kunst nicht tauglich hält und kehrt für zwei Jahre an die Porzellanmanufaktur zurück. Ein neuer Versuch bei Professor Rietschel glückt besser und er studiert dort in dessen Atelier bis 1843. In dieser Zeit wird er von Rietschel immer wieder in die künstlerischen Werke des Meisters einbezogen.

Ernst Rietschel will den bereits aufstrebenden Künstler Leuteritz nach Lauchhammer schicken um dort die Statuen von Rauch, Boleslaw und Stanislaus zu modellieren. Allerdings lehnt das E. A. Leuteritz ab, weil er glaubte dieser Aufgabe noch nicht gewachsen zu sein. Er kehrt wieder an die Meißner Manufaktur zurück und findet dort Anstellung als Modelleur. Im Jahre 1849 wird er an der Manufaktur zum Vorsteher der Gestaltungsabteilung berufen und 1882 bekommt er den Professorentitel verliehen.

Die Arbeiten von E. A. Leuteritz werden vielfach anerkannt und sorgen für Aufmerksamkeit. Auf der Pariser Weltausstellung 1867 bekommt er die Große Silberne Medaille verliehen und zur Weltausstellung in Wien 1873 erhält er ein Ehrendiplom. Zudem bekommt er im Königreich Sachsen durch König Albert das Ritterkreuz des Albrechtsorden. In seiner langjährigen Tätigkeit an der Porzellanmanufaktur hat Leuteritz viele bewundernswerte und begehrte Werke geschaffen. Darunter befinden sich immer wieder häusliche Szenen mit Kindern. Ein um 1850 modellierter Tafelaufsatz wurde damals ein Erfolg und wurde in großer Stückzahl gefertigt und verkauft. In seiner Zeit an der Manufaktur widmet er sich aber auch der Erforschung des Mediums Porzellan. Er unternahm Versuche zur Gewinnung des „Masse-auf Masse-Porzellans“, welche schließlich zum Erfolg führten und die Grundlage für eine keramische Neuheit brachten. Am 1. April 1886 geht Ernst August Leuteritzer als Manufakturist in den Ruhestand.[1]

Im Adressbuch der Stadt Meißen und den Vororten von 1887/88 wird er als „Privatus“ aufgeführt. Er bewohnte in dieser Zeit das Haus Fischergasse Nr. 10. Ernst August Leuteritz verstirbt am 20. April 1893 in Meißen.

Literatur

  • Meißner Tageblatt, Nr. 76, 1886, S. 536.
  • Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888.

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 56.