Elbfähren
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Im Stadtgebiet von Meißen gibt es heute keine Elbfähren mehr. Verkehrs- und Fußgängerverbindungen gibt es ausschließlich über die drei Brücken Altstadtbrücke, Elbtalbrücke und Eisenbahnbrücke. Früher gab es noch Fährverkehr auf der Elbe. Ein Fährverkehr bestand einst am Fährgäßchen in Niederfähre, am ehemaligen Gasthaus „Goldenes Schiff“ und in Niederspaar.
Geschichte
Die Elbfähren vermittelten vor dem Bau der Altstadtbrücke den Übergang über die Elbe. Bereits 1160 ist eine bischöfliche Elbfähre unterhalb von Meißen erwähnt. Linkselbisch gab es den Abfahrt- und Landeplatz dieser Fähre an der „Porta ad Albim“ (Äußere Wassertor). Auf der rechten Elbseite lag der Abfahrtsplatz am heutigen Adlersteig und der Landeplatz am heutigen Fährgäßchen. Nach dem Bau der Altstadtbrücke hatte man die Fähren meist nur noch bei Hochwasser, Eisgang oder bei kriegsbedingter Zerstörung der Brücke eingesetzt. Übernommen wurde der Fährverkehr durch die Meißner Fischerinnung sowie deren Pächter. Die Betreiber der Meißner Elbbäder waren ebenfalls Mitglieder der Fischerinnung. Sie nutzten ihr Fährprivileg zum Übersetzen von Badegästen zur Badeanstalt. Im Jahre 1926 richtete die Fischerinnung eine Motor-Fährverbindung zwischen dem Martinsplatz und dem Elbschlösschen ein. Mit dem Motorboot „Forelle“ führte man auch „Touristenfahrten“ durch und setzte als „Touristenattraktion“ Besucher der Stadt Meißen über.
Unfälle
Ein tragischer Unfall mit der "Fähre Meißen links – Cölln" ereignete sich am 10. Juni 1929. Das Unglück forderte drei Menschenleben.
Autofähre
Eine als Autofähre ausgelegte Gierfähre nahm man aus strategischen Gründen 1945 an der Nähe vom Grundstück Dresdner Straße Nr. 123 in Betrieb. Die benötigten Zufahrten richtete man dazu bereits 1944 ein. Nach der Sprengung der Altstadtbrücke 1945 verkehrte stromaufwärts an der Eisenbahnbrücke eine auch für Fuhrwerke geeignete Fähre sowie eine Personenfähre zwischen der Eisenbahn- und Altstadtbrücke. Während die Altstadtbrücke 1945/46 wiederaufgebaut wurde patrouillierten Fischerboote auf der Elbe in Brückennähe um eventuell abgestürzte Bauarbeiter zu retten.
Die Fährverbindung zwischen Niederspaar an der Roten Gasse und der Jugendwiese befand sich dort noch bis 31. März 1958 im Besitz von Friedrich Rieke, welcher die Personenfähre aus Altersgründen an die Stadt Meißen verkaufte. Im Auftrage der Stadt wurde die Fährverbindung noch vom Fischermeister Otto Hartmann bis 1971 betrieben. Eine weitere Fährverbindung gab es noch an der Knorre.[1][2]
Fährverbindungen im Stadtgebiet
- Fähre Siebeneichen – Niederspaar
- Elbbadfähre
- Fähre Meißen links – Cölln
- Fähre Fischergasse – Niederfähre
- Fähre Knorre
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
- Klaus Stein: Die Geschichte der Meißner Fähren Niederspaar, Badfähre, Cöllnerfähre, Niederfähre und Knorre, Eigenverlag, Druck: Lößnitz Druckerei Radebeul, 2018.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 81.
- ↑ Klaus Stein: Die Geschichte der Meißner Fähren Niederspaar, Badfähre, Cöllnerfähre, Niederfähre und Knorre, Eigenverlag, Druck: Lößnitz Druckerei Radebeul, 2018.