Einführung der Straßenbeleuchtung 1754
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Mit der Einführung der Straßenbeleuchtung 1754 in Meißen war zumindest in der Umgebung von Markt, dem Rathaus und der Frauenkirche in der Nacht für eine geringe Beleuchtung gesorgt. In den engen Straßen und Gassen der Altstadt war es jedoch im Allgemeinen üblich in den Fenstern zur Straße oder auch an der Haustür Laternen anzuzünden.
Rüböllampen
Im Jahre 1754 wurde die Straßenbeleuchtung zunächst mit „Rüböllampen“ eingeführt. In dieser Zeit benutzte man vorwiegend Tier- und Pflanzenöle für Beleuchtungszwecke, jedoch war die Leuchtkraft derartiger Lampen nicht besonders stark. Trotzdem kann man sich dabei ein sehr stimmungsvolles Licht vorstellen. Das Rüböl (Rapsöl) war dabei ein reines Pflanzenöl und diente einst auch als Brennstoff für die Öllampen.
Gasbeleuchtung ab 1858
In der Meißner Presse spielte im April 1858 gerade die Beleuchtungsfrage eine starke Rolle. Nachdem bekannt wurde, dass im gleichen Jahr die Inbetriebnahme der Meißner Gasanstalt erfolgen wird, wurde ebenfalls die Anfertigung von Straßenlaternen für eine Gasbeleuchtung ausgeschrieben. Zeitgleich musste man damals feststellen, dass beispielsweise in Zittau bereits 100 Straßenlaternen und dazu noch 400 Hausanschlüsse funktionierten. Über die noch herrschende Dunkelheit in Meißen klagten besonders die Anwohner der gerade im Bau befindlichen Obergasse.[1]
Trotzdem war Meißen eine der ersten Städte Deutschlands die eine Straßenbeleuchtung mit Gaslaternen bekam. Auch die Fürstenschule erhielt 1858/59 eine Gasbeleuchtung. In den Jahren 1861 und 1862 wird das Rohrleitungsnetz auch über die Elbbrücke verlängert und es werden die Gemeinden Vorbrücke, Niederfähre und Cölln angeschlossen. Die Stadtverordneten beschlossen am 13. Februar 1862, dass die Straßenlaternen der Stadt bis am Abend um 10 Uhr (22:00 Uhr) zu brennen haben[2]
Die Gasbeleuchtung funktionierte in der Stadt noch viele Jahre und musste nur in den beiden Weltkriegen eingeschränkt werden. Vom 1. Mai 1918 bis zum 1. September 1918 kam es beispielsweise in der Stadt Meißen zu drastischen Einsparungen bei der Straßenbeleuchtung.[3]
Elektrische Straßenbeleuchtung
Die Versorgung der elektrischen Straßenlaternen mit Strom übernahm schrittweise das Elektrizitäts-, Heiz- und Dampflieferwerk an der Uferstraße Nr. 3 und später an der Brauhausstraße Nr. 17. Schon ab dem 7. Dezember 1883 gab es kleinere fabrikeigene Elektrizitätswerke, die wie zum Beispiel in der Jutespinnerei und Weberei im Triebischtal für elektrische Beleuchtung sorgten. Die Lieferung mit Elektroenergie konnte am 22. Juli 1897 bis zum Ende der Neugasse und des Neumarktes sowie auf die Gemeinden Fischergasse, Obermeisa, Niedermeisa und Hintermauer ausgedehnt werden. 1899 erhielten auch einige Villen auf dem Plossen einen Elt-Anschluss. Dazu führte man das Leitungsnetz von der Geipelburg bis auf den Plossen. Nach und nach wurden die Laternen in den Straßen auf Elektroenergie umgestellt.
Literatur
- Rat des Kreises Meißen und Kulturbund: Meißner Heimat, Heft April 1958.
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993.
Einzelnachweise
- ↑ Redaktion: Vor hundert Jahren, in Meißner Heimat, Heft April 1958, S. 3.
- ↑ Redaktion: Vor hundert Jahren, in Meißner Heimat, Heft Februar 1962, S. 7.
- ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 77, 117 und 173.