Druckerei Klinkicht & Sohn
Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.
Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!

Der Verlag und die Druckerei Klinkicht & Sohn, eigentlich „C. E. Klinkicht & Sohn“, befand sich auf dem Theaterplatz Nr. 7. Die Firma Klinkicht & Sohn war einst die leistungsfähigste Druckerei der Stadt Meißen.
Geschichte
An der Ecke Theaterplatz/Baderberg befand sich eine sogenannte „Badestube“. Der Platz und zwei weitere angrenzende Grundstücke bebaute die Familie Klinkicht allmählich mit ihrer Buchdruckerei. Bereits 1796 hatte Christian Ehregott Klinkicht (1769–1845) die Druckerei gegründet und 1798 ein entsprechendes Grundstück gekauft. Im Jahre 1815 kaufte man noch eine weitere bereits verfallene Badestube auf.[1]
Bei Klinkicht & Sohn wurden Drucksachen aller Art für den Behörden-, Geschäfts- und Privatverkehr angefertigt. Es gab zudem noch ein Formularlager und eine Monogramm-Prägerei. Es gab Filialen in Coswig und Weinböhla. Die Buchdruckerei wurde auf der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik 1914 mit den Silbernen Preis nebst Silbermedaille ausgezeichnet. Es wurden auch fremdsprachige Werke gedruckt und verlegt und es gab den Schwarz- und Farbendruck sowie den Autotypie-Dreifarben-Druck.
Tageszeitungen
Das Unternehmen gründete im Jahre 1801 die Zeitung Meißner Tageblatt, dessen erste Nummer am 31. Dezember 1801 erschienen war. Das Meißner Tageblatt erschien demnach täglich und wurde damals nach eigenen Angaben die führende und größte Tageszeitung des Meißner Landes. Die Zeitung erreichte die Bevölkerung des Bezirkes mit seinen fünf Städten und die damaligen 260 Landgemeinden. Zudem war die Zeitung das „Amtsblatt für die Königliche Amtshauptmannschaft, für das Königliche Amtsgericht und den Stadtrat zu Meißen“.
Im Jahre 1891 wurde die Zeitung der „Volksfreund“ als sozialdemokratisches Organ gegründet. Der „Volksfreund“ erschien ab 1900 als Tageszeitung. Aus dem Volksfreund ging dann 1908 die „Volkszeitung“ hervor. Die Volkszeitung war dann auch die sozialdemokratische Zeitung für Riesa, Großenhain, Nossen und Lommatzsch. Ab 1921 wurde die Volkszeitung von der Firma R. Schmidt & Co. gedruckt und verlegt.[2] Weiterhin wurden vom Unternehmen zahlreiche Bücher verlegt und gedruckt, beispielsweise das Jubiläumsbuch von Helmuth Gröger "Tausend Jahre Meißen" aus dem Jahre 1929. Bei Klinkicht & Sohn wurden auch die Meißner Einwohner- und Adressbücher gedruckt. In den 1930er Jahren nannte sich die Firma „Buchdruckerei und Verlagsanstalt von C. E. Klinkicht & Sohn, Meißen/Elbe und sie war Mitglied im Reichsverband des Adress- und Anzeigenbuchverlags-Gewerbes.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Klinkicht & Sohn enteignet und der Betrieb ging ins Volkseigentum über. Der Sachsenverlag Dresden übernahm 1947 die Druckerei am Meißner Theaterplatz.
Literatur
- Rat der Stadt Meissen: Die Stadt Meissen und ihre Umgebung, DARI-Verlag Berlin-Halensee, 1928.
- Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen, Druck und Verlag, Klinkicht & Sohn, Meißen, 1929.