Domherrenhof
Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.
Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!
Der Domherrenhof befindet sich im Haus Freiheit Nr. 10. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen Neubau aus dem 19. Jahrhundert. Der dem Gebäude gegebene Name „Domherrenhof“ soll wieder daran erinnern, dass sich dort einmal ursprünglich der Wohnsitz eines Domherren befand. Das bereits um 1600 abgebrochene „Seelhaus“ befand sich ebenfalls auf dem Grundstück Freiheit Nr. 10.
Geschichte
Von der alten Bausubstanz des Domherrenhauses ist nur noch ein Keller mit Tonnengewölbe erhalten. Der in die Fassade übernommene Denkstein enthält einen Bibelspruch, die Jahreszahl 1606 und das Wappen derer v. Bernstein. Alles erinnert dabei an den 1606 erfolgten Kauf des Grundstücks durch Albrecht v. Bernstein aus Polenz. Auf dem Grundstück vom „Domherrenhof“ gehören Reste der einstigen Stadtbefestigung. Aus der Zeit um 1520 stammen beispielsweise ein Verteidigungsturm sowie dessen Backsteinziergiebel. Zudem gibt es eine Bastion der ehemaligen Stadtmauer mit einen schönen Ausblick auf die Stadt Meißen und den Burgberg. An der Stützmauer vom Domherrenhof befindet sich außen am Seelensteig der sogenannte Buchstabenstein.
Umbau 1882
In den Jahren 1882/83 hatte man das einstige Domherrenhaus umgebaut und ab dem 16. Oktober 1883 wurde es als Landwirtschaftliche Schule genutzt. Vergrößert wurde die Schule durch einen weiteren Um- und Anbau im Jahre 1893. Die Wiederaufnahme vom Schulbetrieb war am 24. Oktober 1893.
Ab 1990
Nach 1990 hatte man das Gebäude dem Landkreis Meißen zugeordnet. Der Landkreis übertrug einen Bauträger das Anwesen in Erbbaurecht. Der Bauträger baute das Gebäude denkmalsgerecht in den Jahren 1993/94 zum Tagungszentrum „Domherrenhof“ aus. Am 15. August 1994 konnte das Tagungszentrum eröffnet werden. Seit dem 30. März 1995 fanden im „Domherrenhof“ die Sitzungen des Kreistages statt. Der Kreistag kaufte das Gebäude 2005 mit finanziellen Verlusten zurück und schloss 2007 die dort 1994 eingebaute Cafeteria wieder. Die letzte Sitzung des Kreistages fand dort am 10. Juli 2008 statt.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 93.