Die Engstelle Heinrichsplatz-Kleinmarkt
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Die Engstelle Heinrichsplatz-Kleinmarkt war schon immer eine problematische Zone in der Meißner Altstadt. Mehrfach wurde die Stelle verbreitert.
Problematischer Verkehr
Die enge Stelle direkt am Heinrichsplatz war lange Zeit ein Knotenpunkt des Fernverkehrs. Der Heinrichsplatz galt dazu noch als verkehrsreichster Platz in der Altstadt. Der kurze Straßenabschnitt war ein Unfallschwerpunkt und es kam häufig zu Verkehrsunfällen mit schwerem Sach- und Personenschäden.
In der Zeit als noch die Meißner Straßenbahn verkehrte, musste die Stelle am Heinrichsplatz zum Kleinmarkt sogar noch durch einen Verkehrsposten geregelt werden. Der Wärter hatte beispielsweise darauf zu achten, dass es an der schmalen Durchfahrt zu keiner Begegnung von Pferdefuhrwerken mit der Straßenbahn kam. Im Jahre 1903 übernahm diese Aufgabe dann eine Lichtsignalanlage. Für Fußgänger gab es hier um 1929 einen Fußgänger-Durchgang, welcher direkt durch die Franziskanerkirche auf den Heinrichsplatz bzw. zum Kleinmarkt führte. Heute ist der Heinrichsplatz eine Fußgängerzone.
Die engste Stelle
Am seitlichen Verkaufspavillon vom Nebengebäude Haus Heinrichsplatz Nr. 5 befindet sich die engste Stelle. Bereits 1869 war die Problematik offenbar bekannt und die Stelle wurde verbreitert. Der damalige Stadtrat Eduard Leschner (1807-1878), nach dem die Leschnerstraße im Stadtteil Triebischtal benannt ist, erklärte sich bereit sein Niederlagsgebäude unentgeldlich einzurücken. Er stellte dazu der Stadt das gewonnene Areal für eine Straßenverbreiterung zur Verfügung.
Gedenktafel erinnert
An diese wohlwollende Geste erinnert noch heute eine Tafel, welche am Nebengebäude vom Haus Heinrichsplatz Nr. 5 über der Zugangstür angebracht wurde. Die Tafel trägt die Inschrift:
„Aus Dankbarkeit / und / durch Gottes Segen. / 1869.“
Eine letzte Verbreiterung der „engen Stelle“ erfolgte im Mai 1890 um 1,50 m. Da trotzdem noch immer Fußgänger gefährdet waren, baute man ab 1927 einen Durchgang durch die Nordwest-Ecke der Franziskanerkirche.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 125.