Die Domtürme auf Teichert-Porzellan
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Die Domtürme auf Teichert-Porzellan belegen als eingebrannte Warenmarke die Herkunft aus der Meissner Ofen- und Porzellanfabrik vormals C.Teichert. Die Marke mit Domtürme und dem Schriftzug „MEISSEN“ darunter, wird heute fälschlicherweise oft mit der Porzellanfabrik von Ernst Teichert in Verbindung gebracht. Die Porzellanfabrik von Ernst Teichert verwendete diese Marke jedoch nicht.
Hintergründe
Die „Meissner Ofen- und Porzellanfabrik vormals C. Teichert“ befand sich am Neumarkt von Meißen. Dort wurde das Porzellan mit dem ovalen Waren- und Markenzeichen sowie dem Schriftzug „MEISSEN“ hergestellt. Unter dem Oval befindet sich ein Stern.
Das Unternehmen kaufte im Jahre 1925 die bereits modern eingerichtete Porzellanfabrik „Stockhardt & Schmidt-Eckert für 300.000 Mark. Die Fabrik war bislang ein Zweigwerk der gleichnamigen Kronacher Porzellanfabrik und war auf die Herstellung von Gebrauchsporzellan spezialisiert. Die Fabrik befand sich auf dem Gelände des ehemaligen Kollreppwerkes an der Fischergasse mit der Adresse Leipziger Straße Nr. 55. Das Fabrikgelände umfasste etwa 12.000 m².
Preiswertes Gebrauchsporzellan
Die Meissner Ofen- und Porzellanfabrik vormals C. Teichert konnte nun ihre Produktionskapazität für Porzellan beträchtlich erweitern. Die gesamte Porzellanproduktion vom Neumarkt wurde in dieser Zeit an die Fischergasse verlegt. Neben dem Gebrauchsporzellan mit dem Oval, „MEISSEN“ und dem Stern darunter, wird nun auch eine Art „Billigporzellan“ hergestellt. Die billigere Art vom Porzellan wird dabei mit Schiebebildern (Abziehbildern) dekoriert und nicht von Hand bemalt. Um derartiges Porzellan zu kennzeichnen wird das 1924 eingetragene Warenzeichen „Domtürme darunter MEISSEN“ verwendet.
Aufgabe der Fabrik 1929
Gleichzeitig wurde die Fabrik an der Fischergasse auf den neuesten Stand der damaligen Technik gebracht. Die Produktion von preiswerten Gebrauchsporzellan konnte beträchtlich gesteigert werden. In Folge der Weltwirtschaftskrise wird allerdings im Oktober 1929 die gesamte Herstellung von Gebrauchsporzellan in den Teichert-Werken eingestellt. Zuvor gab es auf dem Porzellan noch die Zusatz-Werbemarke „1000 Jahre Meissen 1929“, dazu noch ein halber Lorbeerkranz als Schmuck. Mit der Schließung der Fabrik endete auch die Herstellung von Porzellan durch die „Meissner Ofen- und Porzellanfabrik vorm. Carl Teichert.
Bereits am 10. Oktober 1929 wird das Firmengrundstück an der Fischergasse wieder verkauft. Neuer Eigentümer war nun die Mesco Metallwarenfabrik Meißen.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 181 und 182.