Die Bartholomäikapelle

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Die Bartholomäikapelle war eine kleine Kirche am damaligen Kapellenberg, dem heutigen Crassoberg, auf der rechten Elbseite. Auf dem Kapellenberg sollen einmal drei Kapellen gestanden haben. Die „Kapelle St. Bartholomäus“, die „Kapelle St. Dionysius“ und die „Kapelle St. Materni“ (auch „Maltizer Kirch“ genannt).

Geschichte

Die Kirche stand einst im Winkel der Zscheilaer Straße und der Hafenstraße am damaligen Kapellenberg. Bereits 1264 wird urkundlich eine „capella sancti Bartholomaei in dextrali parte Misnensis monasterii sita'' benannt. Sie wird auch 1410 in der Angelegenheit einer Altarstiftung erwähnt, zudem in einem Rechtsstreit 1431/32. Die Kirche wurde 1539 von der Stadt Meißen übernommen und als Spitalgebäude und Pestkrankenhaus verwendet.

Nach der Chronik von Lorenz Faust bestand um 1588 nur noch das Hospital und die Kirche war nicht mehr im Gebrauch. Es gab jedoch 1632 eine bauliche Erneuerung. Der Bau wird 1637 vollständig verwüstet und 1641 hatte man die Ruine und das dazugehörige Gelände verkauft. Vom Kirchenbau blieb nichts mehr erhalten.[1]

Literatur

  • Lorenz Faust: Geschicht- und Zeitbüchlein etc., Dresden, 1588.
  • Cornelius Gurlitt: Beschreibung und Darstellung der älteren Bau- und Kulturdenkmäler des Königreichs Sachsen – Meißen (Stadt, Vorstädte, Afrafreiheit und Wasserburg), C. C. Meinhold & Söhne, 1917.

Einzelnachweise

  1. ↑ Cornelius Gurlitt: Beschreibung und Darstellung der älteren Bau- und Kulturdenkmäler des Königreichs Sachsen – Meißen (Stadt, Vorstädte, Afrafreiheit und Wasserburg), C. C. Meinhold & Söhne, 1917, S. 143 und 144.