Der ehemalige Fleischsteg
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Der ehemalige Fleischsteg lag einst vor dem Fleischertor und damit schon vor den Toren der Stadt Meißen. Es war ein über die Triebisch führender Steg.
Heute führt die Johannesbrücke über den Fluss und verbindet den Roßmarkt mit dem Hahnemannsplatz. Die Straße vor der ehemaligen Stadtmauer und den beiden Stadttoren (Fleischertor und Jüdentor) war im einstigen Verlauf die ursprüngliche Fernstraße nach Wilsdruff.
Der Fleischsteg
Der Fleischsteg diente einst als bessere Verbindung zur Innenstadt mit der Vorstadt am Fleischertor. Der Steg wurde bereits 1585 über die Triebisch nur für Fußgänger erbaut. Der Steg ersetzte nun die bisherigen im Fußbett verlegten Trittsteine. Bei Hochwasser fuhren jedoch auch die Wagen, welche sich sonst ebenfalls durch die Triebisch ihren Weg bahnten über den Steg.
Auf einer Abbildung aus dem Jahre 1773 wird der Fleischsteg als einfache Holzbrücke von zwei Jochen gezeigt, deren Balkenträger durch Kopfbalken gestützt waren. Interessant ist dabei die Ausbildung der Brüstung, die anscheinend mit gedrehten barocken Docken verziert war. Der Fleischsteg wurde durch Triebisch-Hochfluten oft zerstört aber immer wieder aufgebaut. Erst im Jahre 1860 wurde die neue steinerne „Johannesbrücke“ gebaut.[1][2]
Literatur
- Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen – Meißen Stadt, C. C. Meinhold & Söhne Dresden, 1917
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen – Meißen Stadt, C. C. Meinhold & Söhne Dresden, 1917, S. 336.
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 327–329.