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Der Zwinger war einst ein 6 m bis 17 m breiter Verteidigungsraum, welcher sich zwischen der inneren und äußeren Stadtmauer im Bereich Brückentor, Jüdentor, Fleischertor, Görnisches Tor und Lommatzscher Tor befand.

Geschichte

Im Zwinger hielten beispielsweise die Armbrust- und Büchsenschützen zwischen Roßmarkt und Roter Schule ihre Übungen und auch Feste ab. Ein sogenannter „Schützenmeister“, Befehlshaber der Schützen, wird schon im Jahre 1460 in den Stadtrechnungen erwähnt. In den Jahren 1540 wird dann in den Stadtrechnungen ein „Schützenzwinger“ und 1591 ein „Armbrustzwinger“ genannt.

In einer Stadtansicht von 1558 ist das wohl älteste Meißner „Schießhaus“ an der Stadtmauer auf dem Hausgrundstück Marktgasse Nr. 7 zu sehen. Demnach verlief die Schießbahn parallel zur Stadtmauer. Der Schießplatz wurde am Anfang des 17. Jahrhundert mehr in die Richtung Brückentor verlegt. Der Zwinger wird später im Dreißigjährigen Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen und wird erst um 1699 wieder instandgesetzt.

Am 7. März 1825 erwirbt die Fürstenschule den an ihr Gelände grenzenden Flurstreifen des ehemaligen Zwingers. Er wird bis 1831 in Gärten umgewandelt. Ein Streifen dieses Geländes wird 1837 zwecks Verbreiterung der Nossener Straße abgetreten und 1876 wird auch der restliche Teil für den Schulneubau geopfert. Im Jahre 1836 wurde bereits ein Teil vom Zwinger, welcher sich zwischen dem Fleischer- und Jüdentor, am heutigen Roßmarkt befand aufgefüllt.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten, Kreissparkasse Meißen, 1993, S. 29, 68, 69, 93 und 103.