Der Schornstein an der Frauenkirche
Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.
Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!


An der achteckigen barocken Turmhaube der Frauenkirche am Markt, befand sich einst noch ein ungewöhnlicher Anbau, welcher den Heimatforschern gar nicht gefiel und immer wieder kritisiert wurde.
Die Frauenkirche mit Schornstein
Der extra an der Turmhaube angebrachte Schornstein war jedoch bis zum Jahre 1907 dringend notwendig für die Heizungsöfen der Türmerwohnung über den Dächern der Stadt Meißen. Der letzte Türmer, welcher seinen Dienst auf dem Turm der Frauenkirche leistete, war Johann Schmiedecke. Er war von 1900 bis 1907 der letzte Türmer.
Nachdem die Türmerwohnung freigezogen war, konnte nun der oft als „hässlich“ bezeichnete Schornstein ebenfalls seinen Dienst quittieren und wurde im September 1928 entfernt. Auf historischen Fotos um 1900 kann man den Schornstein noch sehen. Der Schornstein war demnach zweimal mit einer Abspannvorrichtung gesichert und scheint aus Metall (Kupfer) gewesen zu sein.
Der Türmer
Die Türmerwohnung und der Turmumgang wurden erst nach einem Blitzeinschlag und Brand im Jahr 1547 aufgebaut. In welcher Zeit man einen Schornstein für die Türmerwohnung baute ist leider nicht bekannt. Auf einer Ansicht von 1760 ist der Schornstein schon vorhanden. Einen Türmer gab es jedoch schon ab 1549. Eine erste Türmer-Dienstanordnung gab es 1610. Der Türmer hatte die Aufgabe die Bürger bei ausbrechenden Feuer zu alarmieren.
Mit der Inbetriebnahme einer elektrischen Feuermeldeeinrichtung für das Gebiet der Stadt Meißen am 1. Juni 1907 entfiel das Amt des von der Stadt angestellten Türmers auf dem Turm der Frauenkirche. Das Amt des Türmers wurde am 15. August 1907 aufgehoben. Damit fiel allerdings auch das viertelstündliche nächtliche Abrufen als Zeitsignal weg.[1] Heute präsentiert sich die Frauenkirche ohne Schornstein.
Literatur
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 161.