Der Name „Meißen“

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Dom und Albrechtsburg um 1897.
Meißen um 1901.

Der Name „Meißen“ wurde bereits von Thietmar von Merseburg in der Chronik von 1009/18 bei seiner Beschreibung der Gründung der Burg Meißen durch König Heinrich I. verwendet. Dort steht:

Hier ließ er einen nahe der Elbe gelegenen, mit dichten Wald bestandenen Berg roden und gründete dort eine Burg, die er nach einem an der Nordseite vorbeifließenden Bach Misni nannte.[1][2]

Unter Berücksichtigung der chronikalischen Nachrichten und aus sprachwissenschaftlicher Sicht, ist der Ursprung für die Benennung von Meißen wahrscheinlich der für den Meisabach verwendete vorslawischer Name „Misa“, von dem in der slawischen Zeit der Ortsname „Misna“ = „Ort an der Misa“ abgeleitet worden ist.

Nach dem im Meisatal nördlich des Burgberges gelegenen slawischen Ort wäre dann die neu gegründete Burg benannt worden. Später wurde der Name auch auf die Stadt übertragen.[3][4]

Literatur

  • Thietmar von Merseburg: Chronicon, Edition Kurze, 1889.
  • Chronik des Thietmar von Merseburg, neu übertragen und erläutert von Werner Trillmich. Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters, Freiherr v. Stein Gedächtnisausgabe, Herausgeber Rudolf Buchner, Band IX, Berlin, ohne Jahr.
  • Ernst Eichler: Die Ortsnamen im Gau Daleminze, Band I und II, Berlin, 1966/67.
  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.

Einzelnachweise

  1. Thietmar von Merseburg: Chronicon, Edition Kurze, 1889.
  2. Chronik des Thietmar von Merseburg, neu übertragen und erläutert von Werner Trillmich. Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters, Freiherr v. Stein Gedächtnisausgabe, Herausgeber Rudolf Buchner, Band IX, Berlin, ohne Jahr.
  3. Ernst Eichler: Die Ortsnamen im Gau Daleminze, Band I und II, Berlin, 1966/67.
  4. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 222 und 223.