Der Meißner Weihnachtsmann 1933 (Publikation)

Der Meißner Weihnachtsmann 1933 (Publikation) erschien als Broschüre im Jahre 1933 im Verlag der Truhe Meißen. Bereits um 1920 war der Verlag vom Verlagsbuchhändler und Verleger Fritz Pfeiffer und dem Kunstmaler Alfred Gelbhaar in Meißen gegründet worden.
Die Publikation war zur Präsentation von Meißner Firmen in der Vorweihnachtszeit angedacht. Gleichzeitig diente sie als Werbeschrift deren Auflagenstärke jedoch nicht benannt wird. Gedruckt wurde die Broschüre im Hochformat mit 52 Seiten im Druckhaus C. E. Klinkicht & Sohn am Theaterplatz Nr. 7 in der Altstadt.
Die Broschüre
Nach dem Vorwort von Fritz Pfeiffer erfährt der Leser vieles zur Firmengeschichte der dort einzeln vorgestellten Meißner Unternehmen. Dazu gibt es noch einige Aufsätze zur Meißner Stadtgeschichte. Beispielsweise wird darin vom Superintendenten Herbert Böhme über den „Zauber der Weihnachtsstadt Meißen“ geschrieben, welcher besonders in der Vorweihnachtszeit erlebbar ist. Es folgt eine kleine Plauderei vom damaligen Rektor der Fürstenschule O. Hartlich, der über die lange Geschichte der Fürsten- und Landesschule St. Afra erzählt. Ebenfalls interessant ist der Beitrag „Ländliches Weihnachten“ von Frieda Prinzessin zur Lippe.
Geschmückt und aufgelockert ist die Publikation durch die eingefügten Grafiken, Federzeichnungen und Kupferstiche. Meist handelt es sich dabei um Stadtansichten, welche beispielsweise die Dompropstei zeigt. Auch die Ansicht von Zscheila nach einer Lithographie von 1830 ist interessant. Die einzelnen Firmenpräsentationen bestimmen jedoch den Hauptteil der Broschüre.
Vorstellung von Meißner Unternehmen (Auszug)
- Die Jutespinnerei und Weberei
- Die Weingroßhandlung Otto Horn Meißen
- Das Weinrestaurant zum Winkelkrug Meißen
- Das Fuhrwerksunternehmen Max Henker
- Das Elektrohaus Curt Meinecke
- Der Tapezier- und Dekorateurmeister Wilhelm Krause, Theaterplatz Nr. 3
- Steuerberater Horst Jacob, Meißen Talstraße Nr. 8
- Das Musikhaus Gustav Häßler
Zu welchem Preis und an welchen Orten die Publikation verkauft oder eventuell auch kostenlos abgegeben wurde ist nicht bekannt. In der Broschüre gibt es keine Preisauszeichnung.