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Der Johannespark an der Johanneskirche.
Eingangstor zum Alten Johannesfriedhof.

Der Johannespark ist eine Parkanlage an der Johanneskirche im Stadtteil Cölln in der Nähe vom Johannesplatz und der Loosestraße. Das platzartige Areal wurde mit dem Bau der Johanneskirche zunächst als „Kirchplatz“ benannt und ab dem 15. April 1898 amtlich in Johannesplatz umbenannt.

Geschichte der Parkanlage

Im direkten Umfeld der Johanneskirche entstand um 1897 ein Park mit Springbrunnen vor dem Eingangsbereich zur Kirche, welcher vom Landschaftsgärtner Volkmar Kühn aus Dresden entworfen wurde. Unmittelbar nach der Fertigstellung der Kirche hatte man auch den Park gestaltet. Er soll dabei als himmlisches Jerusalem den Paradiesgarten darstellen. Gestaltet wurde der Park mit Strauchgruppen, Grasflächen und einzelnen Blumenanlagen. Zudem hatte man Rotdornbäume, Nadelbäume wie Scheinzypressen, Eiben, Schwarzkiefern und Fichten um den Kirchenbau der Johanneskirche gepflanzt. Dazu gab es Wege und einige Sichtachsen zur Kirche. Bis heute blieb die einstige Grundstrucktur erhalten. Durch die Bepflanzung mit verschiedenen Sträuchern, Füllsträuchern, Funkien-Stauden, Monatsrosen, Anemonen und weiteren Einzelbepflanzungen erreichte man, dass einst fast zu jeder Jahreszeit eine Pflanzenart blühte. Später hatte man einige Änderungen vorgenommen und es kamen Eschen, Kastanienbäume und Weidengewächse hinzu, die sich recht ungünstig entwickeln konnten und dabei die einstigen Sichtachsen zur Johanneskirche verstellten. Zum Außenbereich der Gartenanlagen gehört auch das Tor vom Alten Johannesfriedhof an der Johannesstraße.

Ab dem Jahre 2005 wurde der Johannespark nach Angaben der Kirchgemeinde bewusst dem Schöpfer der Welt zur weiteren Gestaltung überlassen. In dieser Zeit wurde der Park an vielen Stellen nun auch mit Brombeergestrüpp, Flieder, Holunder und weiteren Wildwuchs überwuchert. Daher hatte man 2013 das Gestrüpp beseitigt und die Rasenflächen erneuert. Im Jahre 2023 folgte eine umfassende Sanierung der Parkanlage.

Im Johannespark ist heute noch zu etwa zwei Drittel die ursprüngliche Bepflanzung erhalten geblieben. Dabei hat man auch die einst breiteren Wege und das alte Wegesystem wiederhergestellt und die erhaltenen historischen Bänke restauriert. Aus Kostengründen wurde der alte Springbrunnen nicht wieder in Betrieb genommen. Die Brunnenschale besteht aus Zement und hat einen Durchmesser von 7 Metern. Der Springbrunnen wurde einst von der einfachen Wasserleitung gespeist und dessen Strahl war in verschiedenen Formen und Stärken einstellbar.[1] Das platzbestimmende runde Becken wurde inzwischen mit Hängerosen und Staudengewächsen bepflanzt.[2][3]

Kulturdenkmal

Der Johannespark an der Johanneskirche in Cölln wurde in die Liste der Kulturdenkmale im Freistaat Sachsen unter der Objektnummer: 09265746 als Gartendenkmal aufgenommen. Der Park gilt dabei als städtebaulich, landschaftsgestaltend, ortsgeschichtlich und gartenkünstlerisch wertvoll.

Literatur

  • Festschrift: Die neue Johanneskirche in Cölln an der Elbe – Festschrift zum 24. Oktober 1898, Selbstverlag des Kirchenvorstandes, 1898.
  • Gerhard Hickmann: Johannes-Gemeinde. In: Meissen und seine Kirchen, Verlag von Arwed Strauch Leipzig, ohne Jahr.
  • Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993.
  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
  • Verschiedene Autoren: Festschrift 125 Jahre Johanneskirche Meißen-Cölln, Ev-Luth. Johanneskirchgemeinde Meißen-Cölln (Herausgeber), 2023.

Einzelnachweise

  1. Festschrift: Die neue Johanneskirche in Cölln an der Elbe – Festschrift zum 24. Oktober 1898, Selbstverlag des Kirchenvorstandes, 1898, S. 26.
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 148.
  3. Verschiedene Autoren: Festschrift 125 Jahre Johanneskirche Meißen-Cölln, Ev-Luth. Johanneskirchgemeinde Meißen-Cölln (Herausgeber), 2023, Kapitel „Der Johannespark“, S. 19 bis 21.