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Delikat Logo.
Bier-Etikett „Goldener Reiter“ für delikat ohne Preisangabe.

Der Delikatladen, eigentlich „delikat“, war in der DDR eine Einzelhandelseinrichtung für den „gehobenen Bedarf“. Die „delikat-Filialen“ der Handelsorganisation (HO) gab es in allen Bezirks- und Kreisstädten der DDR. In diesen Geschäften wurde mit Mark der DDR bezahlt.

In der Stadt Meißen gab es insgesamt drei Delikatläden. Es gab einen Delikatladen an der damaligen Straße der Befreiung Nr. 71 (heute Neugasse Nr. 13), im Stadtteil Cölln an der Dresdner Straße Nr. 12 und an der Großenhainer Straße Nr. 39. Die Verkaufsstellen wurden jedoch nicht gleichzeitig betrieben.[1]

Umgangssprachlich wurden die Einrichtungen von den Meißnern kurz als „Deli“, aber auch als „Wucherbude“ bezeichnet. Ab den 1980er Jahren hatte man dann auch Artikel, welche für „delikat“ hergestellt worden sind in den Kaufhallen und Läden angeboten. Zum Beispiel Spezialbier und verschiedene Getränkepulver oder Süßwaren.

Angebot

Im Angebot waren Nahrungs- und Genussmittel (Delikatessen), überwiegend aus DDR-Produktion. Darunter waren auch Exportartikel, die man in ansprechender Form und Verpackung anbot. Viele der angebotenen Produkte wurden in der DDR in Form der Gestattungsproduktion hergestellt. In größeren Filialen, wie auch im Delikatladen an der Neugasse, gab es Frischetheken für Käse, Fleischspezialitäten und Wurstwaren. Das Preisniveau der angebotenen Waren lag dabei deutlich über dem der Normalgeschäfte.

Besonderheit

Sämtliche Waren-Etiketten in der DDR trugen den sogenannten "EVP" (Einzelhandelsverkaufspreis) mit dem Preis der jeweiligen Ware. Bei Produkten, welche für "delikat" hergestellt wurden fehlte die Preisangabe auf dem Etikett.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Gerhard Steinecke: Unser Meißen – 1929-2004. Meißner Tageblatt, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 2004, ISBN 978-3-929705-09-6, S. 253–255.