Das keramische Wandbild „Hochzeit zu Kana“
Das keramische Wandbild „Hochzeit zu Kana“ aus farbigen Keramikelementen befindet sich in Triebischtal am Haus Hirschbergstraße Nr. 7. Es gehört mit zu den Wandbildern der Stadt Meißen. Das Bild steht nicht als Kulturdenkmal auf der Kulturdenkmalliste des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen. Weder das Grundstück noch das Wandbild befindet sich zudem im städtischen Besitz.
Das Wandbild
Im Jahre 1966 schuf Karlheinz Schäfer gemeinsam mit Ludwig Zepner für das damalige Kolpinghaus der katholischen Kirchengemeinde St. Benno das keramisches Wandbild „Hochzeit zu Kana“ aus geformten und farblich gestalteten keramischen Elementen. Der Entwurf stammt von Karlheinz Schäfer, die Ausführung übernahm Ludwig Zepner. Das Wandbild befindet sich am Haus Hirschbergstraße Nr. 7, welches heute im Privatbesitz ist. Beim Hochwasser von Elbe und Triebisch im Jahre 2002 wurde das Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen.[1][2]
Galerie
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Zugangstür Hirschbergstraße Nr. 7 Meißen.
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Das Wandbild an der Fassade.
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Blick auf das Wandbild am Gebäude.
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Detail vom Wandbild.
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Das signierte Bild.
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Das Wandbild "Hochzeit zu Kana".
Hintergründe und Kritik
Gebäude und Bild sind seit 2002 in einem bedenklichen Zustand. Bei der Triebisch-Hochflut im Jahre 2002 wurde das Gebäude stark beschädigt und steht seitdem leer. Bereits im Jahre 2019 hatte das Bauaufsichtsamt eingeräumt, dass das Wandbild nicht vor Gefahren geschützt werden kann. Im Zuge des Meißner Porzellanweg-Projekts sollte das keramische Bild von Karlheinz Schäfer und Ludwig Zepner nochmals neu bewertet oder sogar in die geplante Trasse mit eingebunden werden.
Sämtliche Versuche das Werk auf die Liste der Kulturdenkmäler im Freistaat Sachsen aufzunehmen sind bisher gescheitert, da sich das Grundstück mit dem Wandbild offenbar noch immer im Privatbesitz befindet. Auch das Bischöfliche Ordinariat betrachtet die Sorge um das Wandbild nur als eine lokale Angelegenheit.[3][4][5][6][7]
Bis zum Jahr 2025 hat sich nichts an der Situation geändert. Das Wandbild befindet sich weiterhin in einem kritischen Zustand.
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
- Verschiedene Artikel der Sächsischen Zeitung.
- Reiner Graff: Übersicht weitere keramische Wandbilder und Objekte in Meißen (Außenbereich), Erschienen im Eigenverlag, 2019.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 129 und 130.
- ↑ Reiner Graff: Übersicht weitere keramische Wandbilder und Objekte in Meißen (Außenbereich), Erschienen Eigenverlag, 2019.
- ↑ Daniel Krüger: Historisches Wandbild weiter in Gefahr. In. Sächsische Zeitung, 18. Januar 2019.
- ↑ SZ/ul: Stadt könnte Porzellanbild doch schützen lassen. In. Sächsische Zeitung, 2./3. Februar 2019.
- ↑ Peter Anderson: Meißen Erbe abgehackt. In. Sächsische Zeitung, 8. April 2019.
- ↑ Peter Anderson: Beirat soll Bausünden verhindern. In. Sächsische Zeitung, 3. Mai 2019.
- ↑ Peter Anderson: Beim Stadtbild ist guter Rat teuer. In. Sächsische Zeitung, 3. Mai 2019.