Das Rittergut Meißen-Cölln

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Das Herrenhaus vom Rittergut Meißen-Cölln.
Das Herrenhaus um 1910 (Grafik).

Das Rittergut Meißen-Cölln wurde bereits 1266 als „Vorwerk vom Lorenzhospital von Meißen in Cölln“ erwähnt. Das Vorwerk wurde jedoch 1457 verkauft. Das ehemalige Rittergut befindet sich heute an der Dresdner Straße Nr. 24. Das alte Herrenhaus wird heute auch als „Cöllner Schlösschen“ bezeichnet.

Der ehemalige Gutshof bestand aus dem den unteren Abschluss bildenden freistehenden alten Herrenhause und den weiteren Wirtschaftsgebäuden, welche auf der Südseite des Hofes angelegt waren. Das neue Herrenhaus schloss sich dem Flügel rechtwinklig als Kopfbau auf der Ostseite an und war durch den Toreingang von einem auf der Nordseite liegenden Nebengebäude getrennt.

Das alte Herrenhaus

Das alte Herrenhaus ist ein rechteckiger schlichter Bau mit einem Obergeschoss und Walmdach. Das Gebäude weist noch Bauformen der Gotik auf, es wurde aber später überformt (Barock). An der Umfassungsmauer gibt es noch ein Spitzbogenportal. An der Mitte der Ostwand vorgelegt ein Treppenturm mit welscher Haube, der auf das 17. Jahrhundert, der Zeit der Renaissance zurückgeht. Am Treppenturm waren um 1917 noch Spuren des alten Putzes in roter Farbe vorhanden. Über dem Portal befindet sich eine Sandsteintafel, welche mit der Jahreszahl 1710 bezeichnet ist. Bei den beiden Wappen handelt es sich vermutlich um die Wappen „derer von Rocho“ und „derer von Lindenfels“.

Bereits um 1901 gehörten zum Rittergut nur noch 7 ha Feld und Wiese. Die einstige Wetterfahne des nördlichen schuppenartigen Baues war bezeichnet mit „W. F. P. v. F. / 1764.“. Das alte Herrenhaus ist ein ansehnlicher Barockbau mit Turm. Es ist städtebaulich, ortshistorisch und baugeschichtlich von Bedeutung.[1][2]

Das alte Herrenhaus wurde noch bis ca. 1968 in den Erdgeschossräumen als Schlosserwerkstatt genutzt. Später stand das Gebäude leer und verfiel. Auch noch heute gibt es keine Lösung für das alte Herrenhaus.[3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen – Meißen Stadt, C. C. Meinhold & Söhne Dresden, 1917, S. 282 bis 284.
  2. ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 54.
  3. ↑ Claus-Dirk Langer: Verlassene Orte in Meissen – Urban Exploring, Sutton Verlag GmbH, Erfurt, 2012, S. 12 bis 15