Dampfwalzenbesitzer Otto Schubert

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Werbeanzeige vom Dampfwalzenbesitzer Otto Schubert um 1900.
Eine Dampfwalze beim Straßenbau (Beispielfoto). Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek.

Der Dampfwalzenbesitzer Otto Schubert war 1900 ein Lastfuhrunternehmen mit Dampfwalze in Meißen. Die Baufirma befand sich im Stadtteil Triebischtal im Wohnhaus Wettinstraße Nr. 28 in der Nähe der Lessingstraße und der Talstraße.[1]

Die „Dampfwalze“ war dabei eine schwere Straßenbaumaschine um Schotter und Straßenpflastersteine durch ihr hohes Eigengewicht plattzudrücken oder zu verdichten.

Das Unternehmen

Das Unternehmen ist in den Meißner Adressbüchern von 1893 bis 1939 nachweisbar. Der Betrieb wurde um 1893 in der Altstadt im Wohnhaus Poststraße Nr. 8 gegründet, wechselte aber bald in das Triebischtal. Vermutlich hatte der Umzug in das Triebischtal mit dem damaligen Ausbau der Talstraße zu tun.

Der Besitzer der Dampfwalze betrieb außerdem ein Fuhrgeschäft und transportierte im Auftrag Schüttgut und andere Lasten. Die Firma war an einen Steinbruchbetrieb beteiligt, hatte eine „Baggerei“ (Bagger) und als Spezialität lieferte man Pechsteine zur Glasfabrikation. Durch den umfangreichen Fuhrpark konnte die Firma mit der kompletten Straßenbeschotterung beauftragt werden. Später um 1902 hatte man auch noch ein Syenitwerk bei Radebeul und eine Kiesgrube bei Coswig. Das Unternehmen von Otto Schubert wird letztmalig im Meißner Adressbuch von 1939 aufgeführt.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Adreß- und Geschäfts-Handbuch für Meissen-Cölln, Fischergasse, Hintermauer, Korbitz, Lercha, Neudörfchen, Ober- und Niederspaar, Ober- und Niedermeisa, Questenberg und Zscheila, Ausgabe 1900, S. 86.
  2. Adressbuch der Stadt Meißen, 1893 bis 1939.