DEWAG
Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.
Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!


Die DEWAG, eigentlich Deutsche Werbe- und Anzeigengesellschaft, war in der DDR ein Monopolbetrieb für öffentliche Werbung jeder Art. Das Unternehmen war in DEWAG-Betriebe unterteilt. Jeder DDR-Bezirk hatte einen DEWAG-Betrieb. Die DEWAG Betriebe hatten wiederum Bezirksfilialen in den Kreisstädten.
Das Leistungsspektrum der DEWAG umfasste eine komplette Werbeberatung, Grafik-Herstellung (Kino-Außenwerbung), Werbebau, Fotoarbeiten, Diapositiv-Werbung, Tonwerbung, Produktion von Werbefilmen, Leuchtwerbung, Sportstättenwerbung, Verkehrs- und Luftwerbung sowie Reichsbahnwerbung.
DEWAG-Bezirksfiliale Meißen
In der Stadt Meißen gab es ab 1949 die DEWAG-Bezirksfiliale Meißen in der Elbstraße Nr. 25. Die Filiale hatte ein grafisches Atelier, eine Annoncen-Expedition und die Abteilung Werbeberatung. Der Anlaufpunkt in der Elbstraße war stets gut frequentiert, da man dort Anzeigen jeder Art, ob Taufe, Hochzeit oder Todesfall in der Tagespresse aufgeben konnte. Dazu gab es noch eine Filiale der Foto-Werkstatt-Dresden für Fotos und Diapositive.
Geschichte der DEWAG
Die DEWAG wurde nach Erteilung der SMAD-Lizenz am 1. Oktober 1945 in Dresden gegründet. Sie war jedoch bereits im Juni 1945 für Annoncen in der einzigen erscheinenden Zeitung Dresdens nach dem Zweiten Weltkrieg, der „Volkszeitung“ zuständig. Am 21. April 1946 wurde die DEWAG in eine GmbH umgewandelt. Die SED wurde in dieser Zeit über Privat- und später juristische Personen (Verlage) der Kapitaleigner. Im Oktober 1949 hatte man den Hauptsitz von Dresden nach Berlin verlegt und es entstanden nach und nach eigene Bezirksdirektionen.
Die DEWAG hatte in der DDR das ausschließliche Recht der Verkehrswerbung, beispielsweise in Bus, Straßenbahn und bei der Deutsche Reichsbahn. Zudem wurden ab 1949 Werbefilme und Werbe-Dias für Kinos produziert. Sie war weiterhin für Messebau, Plakatdruck, Papierkontingente, politische Werbung und Broschüren zuständig. Eine eigene Zeitschrift wurde mit dem Namen „Neue Werbung“ ab 1954 herausgegeben und 1956 wurde das „Institut für Werbemethodik“ als zentrale Forschungsstätte gegründet. Ab 1973 gab es innerhalb der DEWAG-Werbung den „Verlag für Agitations- und Anschauungsmittel“. Von dort wurde dann sämtliches Material für die Sichtagitation, beispielsweise auch zur Wandzeitungsgestaltung, herausgegeben.
Die Zahl der Angestellten war beachtlich. Für das Unternehmen „DEWAG“ arbeiten 1960 ca. 180 Grafiker aber auch freischaffende Künstler der DDR, so beispielsweise der Gebrauchsgrafiker Joachim Heinze. Die Mitarbeiterzahl der DEWAG stieg bis 1989 auf über 5.000 Beschäftigte an.[1] Nach der Deutschen Einheit wurde das Unternehmen 1990 aufgelöst.
Literatur
- Simone Tippbach-Schneider: Das große Lexikon der DDR-Werbung, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag GmbH Berlin, 2004, ISBN 3-89602-539-2.
Einzelnachweise
- ↑ Simone Tippbach-Schneider: Das große Lexikon der DDR-Werbung, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag GmbH Berlin, 2004, S. 71 bis 73, 135 und 136.