Colonialwaren Hermann Matthes

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Eine Verkaufsstelle für Kolonialwaren (Nachgestaltet).

Das Geschäft Colonialwaren Hermann Matthes, eigentlich „Wilhelm Hermann Matthes“ (wurde auch oft „Mattheß“ geschrieben), war um 1924 eine Handlung für Lebensmittel, Genussmittel, Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Reis, Gewürze und Tabak im Meißner Stadtteil Triebischtal in der Nähe der Böttgerstraße.

Das Colonialwaren-Geschäft der Firma Hermann Matthes befand sich im Haus Talstraße Nr. 59 (vorher Haus Nr. 646 C II). Um 1924 wurde das Unternehmen bereits vom Kaufmann Otto Matthes geführt. Prokurist war in dieser Zeit Paul Matthes.[1]

Das Unternehmen

Eine Lebensmittelhandlung im Haus Talstraße Nr. 59 ist in den Meißner Adressbüchern von 1900 bis 1939 nachweisbar. Die Gründerin einer „Producten-Handlung“ im Haus war Franziska Stolz gleich nach dem Hausbau um 1890. Sie führte das Geschäft bis 1893 und übergibt danach an den Kaufmann Hermann Matthes. H. Matthes gründet die gleichnamige Firma und führt sie 1895 ebenfalls noch als Producten-Handlung. Ab 1906 wurden auch Spirituosen, Wein, Obst und Gemüse in das Verkaufssortiment aufgenommen.

Um 1920 verstirbt Hermann Matthes und das Geschäft wird nun von Otto Matthes übernommen und weitergeführt. Hausbesitzerin ist in dieser Zeit die Witwe Ida Matthes. Ab dem Jahre 1926 hatte der ehemalige Prokurist Paul Matthes die Produkten-Handlung Fa. Matthes nun als Kaufmann übernommen und führt das Geschäft bis nach 1939.

Im ersten Meißner Adressbuch nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Jahre 1950 wird zwar noch immer der Kaufmann Paul Matthes als Hausbesitzer vom Haus Talstraße Nr. 59 benannt, aber ein Geschäft gibt es dort nicht mehr. Es wurde offenbar aufgegeben.[2] In den Laden zog später zunächst eine Eisdiele und ab den 1960er Jahren war dort ein Geschäft für Malerbedarf untergebracht.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen und der Vororte Maisatal und Lercha, Ausgabe 1924, S. 207.
  2. ↑ Adressbuch der Stadt Meißen, 1887/88 bis 1950.