Christian Gottfried Jüchtzer
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Christian Gottfried Jüchtzer (* 12. Juni 1752 in Meißen; † 7. März 1812 ebenda) war ein Bildhauer, Bossierer, Porzellankünstler und Manufakturist. Er wurde namentlich auch als „Jüchtzger“ bezeichnet. Bekannt wurde der Künstler durch seine vielen Porzellangruppen-Modelle für die Königliche Porzellanmanufaktur-Meißen.[1]
Leben und Werk
Ch. G. Jüchtzer wurde am 12 Juni 1752 als Sohn eines Porzellanmalers geboren. Er wird später auch unter der Aufsicht von Johann Joachim Kaendler zum Bildhauer ausgebildet und besuchte die Dresdner Kunstakademie.
Im Jahre 1769 tritt er zunächst als Modell-Bossierer in die Porzellanmanufaktur Meißen ein. Später wird er dort zum Vorsteher des sogenannten „Weißen Corps“ und zum Modellmeister berufen. 1785 stellt Ch. G. Jüchtzer auf der Dresdner Kunstausstellung seine modellierte Figurengruppe „Drei Grazien“, nach Schenaus Zeichnung, aus weißem Biskuitporzellan aus. Es folgt 1786 eine weitere Porzellangruppe und im Jahre 1800 schuf er erneut zwei Porzellanfiguren. Gezeigt werden auf der dortigen Kunstausstellung auch die „Knöchelspielerin“ (1798) sowie der „Läufer vom Capitol“.
Auch die gemeinsam mit dem Bildhauer Johann Carl Schönheit modellierten Büsten „Zeus und Neptun“ aus Meißner Porzellan finden in dieser Zeit große Bewunderung und werden zahlreich gestaltet. Die beiden Büsten entstanden dabei nach Vorbildern der königlichen Abguss-Sammlung zu Dresden.
Christian Gottfried Jüchtzer verstirbt am 7. März 1812 in Meißen.[2]
Literatur
- Mannschaftsbuch der Königl. Manufaktur 1744/95.
- Totenbuch der Stadtkirche (Frauenkirche) 1812.
- Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888.
- Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975.