Chamotte- und Pflasterstein-Fabrik J. Hofmann & Co.
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Die Chamotte- und Pflasterstein-Fabrik J. Hofmann & Co., eigentlich „Chamotte- und Pflasterstein-Fabrik J. Hofmann & Co. Taubenheim bei Meißen G.m.b.H.“, war ein Betrieb der keramischen Industrie in Meißen. Die Fabrik befand sich auf dem Grundstück Fabrikstraße Nr. 9 in Cölln. Der Stammsitz des Unternehmens blieb in Taubenheim und die Fabrikanlage der ehemaligen Cölln-Meißner Chamotte- und Thonwaarenfabrik Richard Müller & Co. in Meißen wurde am 20. Januar 1896 dessen Zweigniederlassung.
Geschichte
Nach dem Konkurs der Cölln-Meißner Chamotte- und Thonwaarenfabrik Richard Müller & Co. wurde zunächst weiter das Sortiment von Richard Müller & Co. hergestellt. Zudem war die Firma aus Taubenheim bekannt für die Herstellung der sogenannten „Taubenheimer Eisenschmelzklinker“. Diese zeichneten sich durch ihre besondere Härte aus und wurden von Öl und Säuren nicht angegriffen. Die Firma J. Hofmann wurde um 1876 in Taubenheim gegründet und stellte vorwiegend Pflastersteine und Klinkersteine in allen Größen her.
Pflasterungen
Die Pflastersteine wurden auch überregional geliefert, so zum Beispiel für die neuen Markthallen in Berlin, für die Schlachtviehhöfe in Berlin oder für das Elektrizitäts-, Heiz- und Dampflieferwerk in Meißen sowie der Jutespinnerei und Weberei. Auch im Großkraftwerk von Berlin-Rummelsburg und in der Dresdner Milchversorgungsanstalt wurden die Pflastersteine verlegt. Für öffentliche Fußwege wurden die Steine nach Wilsdruff, Roßwein Bad Schandau, Colditz, Leisnig, Penig, Gera und Siebenlehn geliefert. Auch in Meißen kamen diese Pflastersteine auf Fußwegen zum Einsatz.
Klinkerlieferungen
Für den Ausbau der Berliner S-Bahn wurden schwarze Blendsteine hergestellt. Für den Schleusen- und Molenbau bei Brunsbüttel und vom Nordostseekanal lieferte man braune Blender. Die Klinkersteine fanden auch Verwendung für den Hafenbau in Riesa und für die Tresoranlagen der Reichsbank sowie der Dresdner Bank.[1]
Im Jahre 1904 wurde die Zweigniederlassung in der Meißner Fabrikstraße an die Saxonia G.m.b.H. verkauft. Die Produktion der hier seit 1896 hergestellten Klinkerplatten wurde von der „Saxonia“ noch bis 1911 weitergeführt.
Literatur
- Rat der Stadt Meissen: Die Stadt Meissen und ihre Umgebung, DARI-Verlag Berlin-Halensee, 1928.
Einzelnachweise
- ↑ Rat der Stadt Meissen: Die Stadt Meissen und ihre Umgebung, DARI-Verlag Berlin-Halensee, 1928, S. 101.