Carl Seffner
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Carl Seffner, eigentlich Carl Ludwig Seffner, (* 19. Juni 1861 in Leipzig; † 2. Oktober 1932 in Leipzig) war ein Bildhauer, Porzellankünstler und Medailleur. C. Seffner zählt mit zu den Medailleuren, welche als freie Künstler einige Werke für die Porzellanmanufaktur Meißen schufen.
Leben
C. Seffner wurde 1861 in Leipzig als Sohn eines Schuhmachers geboren. Nach seiner Schulausbildung absolvierte er eine Lehre als Lithograph und studiert von 1877 bis 1883 an der Kunstakademie Leipzig. Er ist dort Schüler beim Leipziger Bildhauer Melchior zur Strassen und später in Berlin bis 1885 ein Schüler von Emil Hundrieser. Nach einem Studienaufenthalt in Paris und Italien von 1886 bis 1889 kehrt er wieder nach Leipzig zurück. Ab nun widmet er sich mit Vorliebe der Portraitbildnerei und es entstanden viele Büsten und Denkmäler. Beispielsweise schuf er
- 1896 das Karl-Heine-Denkmal in Leipzig
- 1897 das Kaiser-Maximilian I.-Denkmal an der Fassade vom „Städtischen Kaufhaus“ in Leipzig
- 1899 das Otto-Koch-Denkmal im Schillerpark von Leipzig
- 1903 das Goethe-Denkmal am Leipziger Naschmarkt
C. Seffner bekommt 1909 die medizinische Ehrendoktorwürde der Leipziger Universität verliehen und trug den Ehrentitel „Geheimer Hofrat“. Er schuf beispielsweise auch die Büsten von Beethoven, Mozart und Grieg aus dem Gewandhaus-Foyer in Leipzig.
Plaketten aus Meißner Porzellan
Auch als Medailleur ist C. Seffner tätig und lieferte der Porzellanmanufaktur Meißen einige Entwürfe nebst Modell. Die Meißner Manufaktur kaufte die Modelle an und setzte sie später um. Bekannt ist die Porzellanplakette mit dem Brustbild des jungen Goethe, welche 1932 entstand und 1978 nachgeprägt wurde. Die Plakette besteht aus weißem Biskuitporzellan und es gibt davon wenige Proben aus Böttger-Steinzeug.[1]
C. Seffner verstarb im Alter von 71 Jahren am 2. Oktober 1932 in Leipzig. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Leipziger Südfriedhof.
Literatur
- Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1984.
Einzelnachweise
- ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan 1975-1979, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1984, S. 313 und 471.