Carl Gottlob Ehrlich
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Carl Gottlob Ehrlich, auch Karl Gottlob Ehrlich geschrieben (* 1744 in Torgau; † 13. Oktober 1799 in Meißen), war ein Kunstmaler und Radierer. Zudem war er ein Porzellanmaler und Manufakturist an der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen.
Bekannt wurde C. G. Ehrlich durch seine zahlreichen Bilder in Gouache und Öl aus der Umgebung von Meißen und Dresden.
Leben und Werk
Carl Gottlob Ehrlich wurde 1744 in Torgau geboren. Über seine Kindheit ist nichts bekannt. Er wurde als Malerlehrling im Jahre 1763 an Porzellanmanufaktur Meißen angenommen. Während seiner Ausbildung ist der begabte Schüler bereits freiberuflich tätig. Es sind zumeist Zeichnungen, Radierungen, Gouachen und sogar schon Ölgemälde, welche er schuf. Die Motive wählt er dazu vorwiegend in Meißen und Umgebung sowie in Dresden und der Sächsischen Schweiz.
An der Porzellanmanufaktur wird C. G Ehrlich ab 1775 der „Ersten Klasse“ der Porzellanmaler zugeteilt und mit Landschafts-, Architektur-, Bataillen- und Jagdmalereien betraut. In dieser Zeit wurden die Arbeiten der Porzellanmaler äußerst selten signiert, daher fällt es heute schwer, die einzelnen Stücke genau zuzuschreiben.[1] Ein Beweis für seine hervorragende Tätigkeit als Maler ist jedoch allein die Tatsache, dass Ehrlich von 1782 bis 1792 als Leiter der dortigen Zeichenschule (Zeichenmeister) berufen wurde. Obwohl C. G. Ehrlich in den historischen Standartwerken über Künstler meist nicht genügend gewürdigt wurde, gehört er wohl zu den bedeutenden Künstler seiner Zeit.
Bekannt geworden ist beispielsweise ein riesiges zusammengesetztes Aquarell mit dem Blick von der Albrechtsburg über die Altstadt, welches sich im Stadtmuseum Meißen befindet. Zudem gibt es die stimmungsvolle Radierung von C. G. Ehrlich vom Brand der Albrechtsburg am 30. Januar 1773.[2] Das Motiv vom Brand wird der Künstler ebenfalls als Pinselzeichnung und Deckfarbengemälde ausführen. Ein fast reportagenhaftes Bild entstand im Jahre 1789 und zeigt die dramatisch angestiegene Elbe mit starken Eisgang. Auch in vielen Radierungen, welche später auch von Anton Balzer (1771-1807) und Johann Friedrich Wizani (1770-1835) in Kupferstichen reproduziert werden, ist die Albrechtsburg oder auch „seine“ Manufaktur dargestellt. Der Künstler folgt dabei immer wieder seinem Vorbild den Schweizer Maler und Kupferstecher Adrian Zingg (1734-1816). Im Jahre 1790 wurde auf der Dresdner Kunstausstellung sein großes Ölgemälde Stadt Meißen ausgestellt und findet viel Beifall. Zudem zeigt dort Ehrlich ein Prospekt von Dresden in Wasserfarben.
Carl Gottlob Ehrlich verstirbt ohne eine Familie gegründet zu haben am 13. Oktober 1799 in Meißen.[3]
Werke (Auszug)
- Das Meißner Schloss, Radierung 1769.
- Meißner Schloss im Winter, Radierung um 1770.
- Nonnenkloster zum Heiligen Kreuz bei Meißen, Grafik um 1782.
- Aquarelle der Stadt Dresden, 1787.
- Landschaft mit Kruzifix, Pinselzeichnung um 1790.
- Zehren bei Meißen, Gouache von 1799.
- Zehren und Zadel, Gouache von 1799.
Ehrungen
Im stadtgeschichtlichen Werk Tausend Jahre Meißen von Helmuth Gröger aus dem Jahre 1929, welches zur Tausendjahrfeier erschien, sind gleich drei Arbeiten von C. G. Ehrlich abgedruckt und werden damit zum Bestandteil der Meißner Geschichte.
- Der Brand der Albrechtsburg 1773, Radierung, 1773, Bild Nr. 28.
- Burg, Brücke und Schiffszieher, Radierung, 1770, Bild Nr. 31.
- Blick von der Niederfähre nach der Burg, Sepiazeichnung um 1780, Bild Nr. 42.
Literatur
- Mannschaftsbuch der Königlichen Manufaktur von 1744/95.
- Nagler: Künstlerlexikon, Band 4, S. 92
- Totenbuch der Stadtkirche von 1799.
- Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler (1888), Meißen, 1888.
- Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929 (online).
- Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975.
Einzelnachweise
- ↑ Otto Walcha: Meißner Porzellan – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, VEB Verlag der Kunst Dresden, Zweite Auflage, 1975, S. 157 und 175.
- ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 555, Grafik 28, 31 und 42 (online).
- ↑ Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 3, 6, 10 bis 12 sowie 29 und 30.