Cölln-Meißner Chamotte- und Thonwaarenfabrik Richard Müller & Co.

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Werbeanzeige der Firma von 1888.

Die Cölln-Meißner Chamotte- und Thonwaarenfabrik Richard Müller & Co. war ein Betrieb der keramischen Industrie in Meißen. Die Fabrik befand sich auf dem Grundstück Fabrikstraße Nr. 9 in Cölln.

Geschichte

Nach dem Verkauf der Chamotte- & Tonwaren-Fabrik L. Friedemann & Co. an den Kaufmann Clemens Richard Müller im Jahre 1885 wurde zunächst das Friedemannsche Sortiment weitergefertigt. Am 14. November 1885 war das Richtfest für den neuen Fabrikbau mit drei Brennöfen auf dem Grundstück der Fabrikstraße Nr. 9. Der dabei gebaute Schornstein war nun der höchste Schornstein in Cölln. Außerdem hatte man sich den Beinamen „Mosaik-Fabrik-Cölln a.d. Elbe“ zugelegt und machte damit Werbung.

Hergestellt wurden nach einer Preisliste aus dem Jahre 1886: Mosaikplatten ein- und mehrfarbig, in einfacher und römischer Imitation, Pflasterplatten in verschiedenen Stärken und Mustern. Glasierte Viehtröge. Ia Chamottesteine und Chamottemörtel. Gartenvasen und Rabattenblätter. Im Januar 1896 erfolgte die Löschung aus dem Handelsregister. Die Firma wurde noch im gleichen Jahr von der „Chamotte- und Pflasterstein-Fabrik J. Hofmann & Co. Taubenheim bei Meißen G.m.b.H.“ übernommen.

Am 20. Januar 1896 wurde dann daraus die Zweigniederlassung der Firma aus Taubenheim und firmierte unter dem Namen „Chamottewaaren- und Pflastersteinfabrik J. Hofmann & Co.“ weiter. Im Jahre 1904 wurde die Firma an die Saxonia G.m.b.H. verkauft. Die Produktion der hier seit 1896 hergestellten Klinkerplatten wurde von der „Saxonia“ noch bis 1911 weitergeführt.[1]

Literatur

  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax, Beucha 2009, S. 169 und 170.