Buchhandlung Albert Buchheim
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Die Meißner Buchhandlung Albert Buchheim, eigentlich „Albert Johannes Buchheim“, war eine Bücher- und Lehrmittelhandlung in Meißen. Die Buchhandlung befand sich um 1912 in der Altstadt im Wohnhaus Gerbergasse Nr. 24 in der Nähe der Martinstraße und vom Kleinmarkt.[1]
Das Unternehmen
Die Buchhandlung ist in den Meißner Adressbüchern von 1895 bis 1950 nachweisbar. Nach eigenen Angaben gab es dort ein großes Lager an Sächsischen Schulbüchern. Die Firma Buchheim war eine Sächsische Schulbuchhandlung, denn damals durfte nicht jeder Händler Schulbücher verkaufen. Das Unternehmen von A. Buchheim war zudem ein Mitglied des Börsenvereins der deutschen Buchhändler.
Aus eigenem Verlag gab es Anschauungs- und Lehrmittel für Erziehung und Unterricht, Pädagogische Lehrbücher, Schulbücher, Musikalien, Schreib- und Papierwaren, Ansichtskarten, Karten und Pläne (Stadtpläne). A. Buchheim bot seiner Kundschaft eine spesenfreie Besorgung und eine bequeme Teilzahlung an. Um 1921 wird die Buchhandlung zunächst von Paul Häfer als Inhaber weitergeführt. Der Name „Buchheim“ bleibt aber weiter bestehen. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es die Buchhandlung Albert Buchheim noch an der Gerbergasse. Inhaber ist um 1950 Martin Buchheim.[2]
Die Meißner Nagelsäule
Die Meißner Nagelsäule gab es ab November 1915 für „Kriegsnagelungen“ auf dem Schulplatz hinter der Roten Schule. Die Nagelsäule wurde damals von der Buchhandlung Albert Buchheim gestiftet. Ziel der Nagelung sollte ausschließlich die Gewinnung von Unterstützungsgeldern für die Kriegerfamilien in Meißen sein. Die Organisation der Nagelung hatte der sich zuvor gebildete „Ausschuß für Nagelung einer Kriegssäule in Meißen“, vertreten durch einen Stadtrat übernommen.[3][4]
Literatur
- Verschiedene Adressbücher der Stadt Meißen.
- Martin Kronenberg: Kampf der Schule an der „Heimatfront“ im Ersten Weltkrieg, disserta Verlag Hamburg, 2014, ISBN 978-395425-496-5.
Einzelnachweise
- ↑ Einwohnerbuch der Stadt Meißen und der Vororte Maisatal und Lercha, Ausgabe 1912, S. 123.
- ↑ Adressbuch der Stadt Meißen, 1895 bis 1950.
- ↑ Vergleiche dazu auch den entsprechenden Eintrag in der Geschichtstafel VI (1900-1920).
- ↑ Martin Kronenberg: Kampf der Schule an der „Heimatfront“ im Ersten Weltkrieg, disserta Verlag Hamburg, 2014, S. 294 und 299.